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Garden Fence Quilt Along – die Ergebnisse!

15 Jun

Bevor wir mit der nächsten Runde starten, möchte ich euch noch wie schon lange versprochen ein paar Bilder der Quilts zeigen, die beim Garden-Fence-Quilt-Along entstanden sind! Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie aufgeregt und begeistert ich über jede einzelne E-Mail war, die von euch gekommen ist, egal ob Fragen, Anregungen, Lob oder Fotos, es ist so schön eine Rückmeldung zu bekommen. Und eure Quilts sind so toll geworden! Unglaublich was für eine Vielfalt entstanden ist und was für wunderbare Kunstwerke jetzt bei euch oder euren Lieben wohnen dürfen.

Hier sind nun ein paar der wunder-wunderschönen Quilts, die von fleißigen Leserinnen gemacht wurden!

Der erste stammt von Christina, über deren liebe Kommentare ich mich oft freuen darf. Ich habe sie glaube ich sehr angesteckt, ihr armer Mann mag mich bald nicht mehr. Ich liebe die Lila-Grün Kombi!

Dieser hier stammt von Alexa – ist er mittlerweile schon zusammen gebaut? Sie hat auch so schöne Stoffe ausgesucht und ihr könnt gut sehen, was ich bezüglich der unterschiedlichen Wirkungen durch die Farbwahl meine, oder? Ich bin sehr gespannt auf das Endergebnis!

Dieser Quilt stammt von Kati, sie hat ihn in Rekordzeit zusammen genäht. Ich LIEBE diese Stoffkollektionen und jetzt, nachdem ich sie in diesem Quilt gesehen habe, werde ich sie mir leider definitiv zulegen müssen. Kati ist übrigens das perfekt Beispiel dafür, dass man so einen Quilt auch nähen kann, wenn man nur ganz wenig Näherfahrung hat. Sie hatte vorher wirklich noch nicht viel genäht, nur ein paar ganz kleine Projekte und schaut euch an, wie unglaublich toll dieser Quilt geworden ist! Also alle, die noch zögern: Traut euch!!

Hier seht ihr das wunderbare Ergebnis von Nele. Auch sie ist voll infiziert und näht einen wunderschönen Quilt nach dem anderen. Ich freue mich sehr über deine Emails Nele, ob mit oder ohne Bilder!

Und hier der Quilt von Daniela. Auch dieser hat so eine wunderbar frische Frühlingsfarbe. Sie hat ein sehr bauschiges Vlies benutzt und ich mag die Optik des leicht puffigen Effekts sehr. Das werde ich bei einem Babyquilt bald auch mal ausprobieren.

Und zuletzt jetzt noch die Bilder meines eigenen fertigen Quilts, der nun schon eine ganze Weile auf dem Bett meiner besten Freundin wohnt. Entschuldigt die Qualität, es sind leider nur Handy-Bilder die bei meinem letzten Besuch dort entstanden sind.

Und zum Schluss nochmal eine dickes Dankeschön an alle die mitgemacht haben! Ich freue mich, dass ich ein paar Mädels infizieren durfte. Wer dies liest und den Quilt-Along gerne nun nachträglich nähen möchte: Nur zu! Bei Fragen könnt ihr euch gerne jederzeit bei mir melden.

So, und nun gehe ich weiter an den Postings für den nächsten QA schreiben… ;)

Garden Fence Quilt Along: Binding

22 Feb

Wir starten mit dem Binding! Das Binding ist der Rand eures Quilts und bildet den Rahmen eures Designs. Deswegen macht es Sinn, sich auch hier genau zu überlegen, welchen Stoff man wählt. Ich nehme meist eine Farbe, die sich in etwa auch im Quilt wieder findet und meist einen entweder sehr kräftigen oder eher dunklen Ton.

Aus diesem Stoff schneidet ihr euch nun Streifen zurecht, die 2,5 inch bzw. 6,5 cm breit sind. Wie viele Streifen ihr braucht, könnt ihr euch einfach ausrechnen. Ihr müsst damit einmal um den ganzen Quilt rumkommen plus ca. 40 cm.

Ich werde in diesem Posting zwei unterschiedliche Methoden beschreiben um das Binding zu befestigen, einmal per Hand und einmal mit der Maschine. Das Binding per Hand ist die optisch sauberere Methode, die aber auch länger dauert. Per Maschine geht es deutlich schneller. Ich selbst nähe am liebsten per Hand abends vor dem Fernseher, für mich ist das Binding fast einer der schönsten Schritte am Quilten, keine Ahnung warum!

Ihr schnappt euch nun euer Quilt-Sandwich.Hier müsst ihr die Ränder begradigen. Ich nehme dazu ein Maler-Lineal, dass ich meinem Papa gemopst habe, aber ihr könnt ganz einfach euer normales Quiltlineal nehmen. Vielleicht merkt ihr während des Schneidens, dass durch das Quilten die Kanten nicht mehr ganz gerade sind. Es ist nicht schlimm, wenn sie auch nach dem Zuschneiden etwas schief sind, das werdet ihr nach dem Waschen kaum merken. Aber wichtig ist, dass eure Ecken in einem möglichst exakten 90 Grad Winkel geschnitten werden!

Nach dem Begradigen nähe ich nochmal mit einem Zickzack-Stich einmal um den ganzen Quilt herum. So werden die Kanten versäubert und es ist ein kleines bisschen einfacher das Binding anzunähen. Dieser Schritt ist nicht unbedingt notwendig, lasst euren Bauch entscheiden.

Ab hier sind meine Bilder vom Garden Fence Quilt verloren gegangen. Diese Bilder sind während der Arbeit an Tims Quilt entstanden, also bitte nicht wundern!

Euer Quilt-Top könnt ihr nun wieder zur Seite legen und euch eure Streifen schnappen. Diese näht ihr jetzt zu einem langen Band zusammen. Die Nahtzugaben müsst ihr wieder wie gewohnt aufbügeln.

Und ihr könnt direkt am Bügelbrett stehen bleiben! Denn als nächstes müsst ihr das gesamte Band der Länge entlang einmal zur Hälfte falten und den Knick dann gut bügeln. Ich hoffe ihr könnt das im Bild gut erkennen.

Ist das Band fertig gebügelt rollt ihr es zu einer grossen Schnecke auf. Die sieht dann so aus.

Um mir das Befestigen des Bindings zu erleichtern, mache ich mir eine Halskette mit der Schnecke. Dazu fädele ich einfach ein Stück Kordel durch die Mitte und binde sie zusammen. Das kommt dann um meinen Hals und ich habe zum Nähen die Hände für den Quilt frei.

Das Binding legt ihr jetzt an die Kante des Quilts an. Beginnt am besten irgendwo in der Mitte einer Seite und nicht zu nahe an einer Quiltecke. Die offene Seite des Bindings liegt an der Quiltseite an, die gefaltene Kante zeigt nach innen. Ihr könnt das Binding feststecken, ich mache es eigentlich ohne Nadeln.

Nun lasst ihr ca. 5 bis 10 cm des Bindings frei und fangt dann erst an es entlang der Quiltkante festzunähen. Das macht ihr mit einem Abstand von 1/4 inch oder 0,6 mm zur Kante. Man kann es auf dem Bild leider nicht so gut erkennen, aber das Stück Binding hinter dem Nähfuß wird nicht festgenäht sondern bleibt erstmal lose!

So näht ihr nun das Binding fest, bis ihr zur ersten Ecke kommt. Ein paar cm vor der Ecke haltet ihr an und faltet das Binding wie auf den Fotos: Erst nach aussen und ein Dreieck bilden…

… dann einmal komplett umfalten über das Dreieck hinweg…

… und dann die entstehende Dreieckslasche nach unten klappen. Seht ihr die Kante, die entsteht? Die könnt ihr euch auch mit einem Stift markieren falls man sie nicht so gut sieht. Bis dorthin müsst ihr nun weiter nähen, aber nur bis zu dieser Kante! Dort vernäht ihr dann den Faden.

Nachdem ihr den Faden vernäht habt, dreht ihr euren Quilt um 90 Grad, klappt, das Dreieck um und beginnt an der oberen Kante eure neue Naht. Denkt dran, ihr näht 1/4 inch bzw. 6 mm von der Aussenkante des Quilts entlang.

So naeht ihr nun einmal um den gesamten Quilt herum bis ihr an euren Anfangspunkt gelangt. Hier näht ihr genau bis zu dem Punkt wo eure Naht ursprünglich angefangen hat, ihr schliesst also quasi den Kreis. Das restlichen Binding schneidet ihr mit ein paar Zentimetern extra ab und eure beiden übrig gebliebenen Laschen faltet ihr so nach aussen (entschuldigt das schummerige Foto).

Nun faltet ihr den Quilt an der Stelle an dem das Binding sich trifft einmal um und lasst die beiden Laschen überstehen. Wer mag, kann sich an der Kante entlang eine Linie einzeichnen. Meine ist etwas weit nach aussen gerutscht. Sie sollte so nahe wie möglich am Quilt liegen, man soll ihn aber nicht treffen beim Nähen!

Entlang eures Striches näht ihr nun die beiden Laschen zusammen. Am Anfang und Ende eurer Naht das Vernähen nicht vergessen! Kürzt eure Laschen, faltet euren Quilt auseinander und das Ganze müsste dann so aussehen.

Bis hierhin sind alle Arbeitsschritte die gleichen, egal ob ihr per Maschine oder per Hand eurer Binding fertig nähen möchtet. Die nächsten Schritte unterscheiden sich, ich beginne mit dem

Binding per Hand:

Schnappt euch ein paar Haarklammern, legt euer Binding einmal um die Kante rum und heftet es mit den Klammern fest. Das muesst ihr nicht mit dem ganzen Quilt machen, ich mache das immer so für ca. 40 bis 50 cm.

Wenn ihr an eine Ecke kommt, sieht eure erste umgefaltete Seite so aus.

Schnappt euch eine Nadel, fädelt euch euren Faden auf, verknotet das Ende. Beginnt wieder irgendwo entlang einer Seite, nicht in einer Ecke. Zu Beginn müsst ihr hinter dem umgefalteten Binding die Nadel einführen und dann im gebügelten Knick wieder heraus. Ich hoffe das Foto macht dies deutlich.

Wenn ihr den Faden durchgezogen habt, müsste das nun so aussehen!

Als nächstes führt ihr nun die Nadel in den Quilt ein, genau an der Stelle, an der euer Faden aus dem Binding rausgekommen ist. Ihr wollt nur die erste Schicht des Quilt erwischen und nicht ganz durch stechen zur anderen Seite. Unter der ersten Schicht führt ihr eure Nadel ein Stück entlang des Bindings und kommt dann wieder aus dem Quilt raus.

Hier wieder ein Bild wie es aussehen sollte, wenn ihr euren Faden durchgezogen habt.

Nun stecht ihr wieder ins Binding, genau an der Stelle an der ihr aus dem Quilt rausgekommen seid. Ihr führt eure Nadel ein Stück durch’s Bindung durch und kommt dann wieder in der Kante raus.

Und hier seht ihr nun die drei Stiche nebeneinander. Idealerweise sollte man nichts sehen. Wenn man die Naht etwas auseinander zieht (übernächstes Bild), seht ihr wo der Faden quasi zwischen Binding und Quilt hin und her springen. Das Ganze soll eine unsichtbare Naht sein. Das hat auch einen speziellen Namen, ich hab’ es schon unter ‘Slip Stitch’ gesehen. Kennt jemand die deutsche Bezeichnung? Egal wie es heisst, ihr wisst nun auf jeden Fall wie es geht. :)

Wenn ihr an eine Kante kommt näht ihr bis zum Ende…

… und klappt dann die zweite Seite um. An der neuen Seite beginnt ihr dann wieder mit eurer unsichtbaren Naht.

Perfekt ist meine Ecke leider nicht, aber ihr könnt erahnen, wie es aussehen soll. Das macht ihr nun einmal um euren ganzen Quilt herum und: Tadaaaaa!! Ihr seid fertig!!

Kommen wir nun noch zum

Binding mit der Nähmaschine:

Hier gibt es viele unterschiedliche Methoden! Dies ist eine, die ich für einfach und optisch auch annehmbar halte. Das ist aber nur eine persönliche Präferenz. Ihr könnt es natürlich auch gerne auf eine andere Art ausprobieren.

Legt euer Binding zunächst wieder um eure Kante rum. Ihr könnt es auch wieder mit Haarclips feststecken.Dann spannt ihr den Quilt an einer Stelle entlang einer Kante ein und beginnt zu nähen. Eure Naht sollte möglichst nahe an der Kante des Bindings entlang laufen, die zur Mitte des Quilts zeigt.

Eure Naht müsste dann so aussehen. Leider habe ich kein Foto von der Vorderseite gemacht, aber wenn ihr euren Abstand gut halten konntet, dann dürftet ihr auf der Vorderseite nicht in das Binding rein genäht haben. Zusätzlich zu eurem Quiltmuster ist nun noch eine weitere Linien entlang des Bindings quasi als Quiltlinien auf der Vorderseite zu sehen. Wenn ihr an eine Ecke kommt dann geht ihr ähnlich wie beim Nähen per Hand vor, nur dass ihr die zweite Kante schon eher umfaltet und dann direkt auf sie drauf näht. Erst dann dreht ihr den Quilt um 90 Grad und näht weiter.

Und das war’s! Ihr seid nun fertig mit euren Quilts!

Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass es so lange gedauert hat, bis auch dieser letzte Teil des Quilt-Alongs fertig geworden ist. Es war doch deutlich mehr Arbeit, als ich gedacht habe und das Leben ist mir immer wieder dazwischen gekommen. :) Ich habe mich riesig über alle eure Kommentare und Emails gefreut, sei es mit Fragen, Feed-Back und auch Fotos!

Mein Garden Fence Quilt ist ja schon eine ganze Weile in seinem neuen Zuhause. Ich werde versuchen ihn nochmal vor die Linse zu bekommen und vielleicht mache ich dann gleich einen Post, mit Bildern von den Ergebnissen von euch lieben Lesern. Ich würde mich also riieeeesig freuen, wenn ihr mir Bilder von euren Garden Fence Quilts und auch anderen Quilts schickt! Auch Fragen beantworte ich natürlich weiterhin gern, so es denn in meinen Macht steht bzw. ich auch eine Antwort weiss!

Vielen Dank für ‘s Mitmachen! Vielleicht starte ich nochmal einen Quilt-Along mit einem anderen Muster. Beim nächsten Mal muss ich das Vorgehen ja nicht mehr ganz so genau beschreiben, ihr seid ja nun alle Profis. :)

Garden Fence Quilt-Along: Quilten

17 Dez

Ich möchte an dieser Stelle nochmal erwähnen, dass ich die Weisheit natürlich nicht mit dem Löffel gegessen habe und dies alles nur auf meinen Erfahrungen beruht und beschreibt, wie ich arbeite. Und ich bin kein sehr erfahrener und routinierter Quilter! Manch einer mag ob meiner ‘Tips’ die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Ich freue mich über jeden Hinweis oder Tip in den Kommentaren! Wie gesagt – so wie ich es beschreibe funktioniert es für mich – es gibt auch noch viele andere Wege ans Ziel zu kommen.

Bald haben wir es geschafft! Euer gehefteter Quilt schaut ja schon nach richtig was aus.

Das Quilten ist ein Schritt, der langwierig sein kann – je nachdem welches Quiltmuster ihr euch überlegt. Je mehr Linien ihr quiltet, desto

- länger dauert es,

- ‘puckeriger’ wird euer fertiger Quilt (so wie es traditionell meist gehandhabt wurde/wird) – er kriegt also mehr Struktur anstatt ganz glatt zu sein nach dem Waschen,

- fester wird euer Quilt. Quiltet ihr also in größeren Abständen, dann ist der Quilt weicher und weniger griffig.

Wofür ihr euch hier entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache. Ich selbst mag mittlerweile beides und am besten gemischt. Arbeitet man zum Beispiel hauptsächlich mit engen Quiltlinien und spart aber bestimmte Muster aus, treten diese sehr schön hervor. So kann man sein Design nochmal richtig in Szene setzen. Ich werde euch in Zukunft mal Quilts zeigen, wo dieser Effekt zu sehen ist.

Neben der Dichte der Quiltnähte muss man sich auch überlegen, ob man Freihand-Quilten möchte oder mit Führung. Ich werde euch hier nur zeigen, wie es mit Führung funktioniert. Ich habe lediglich einmal Freihand-gequiltet und mir fehlt einfach die Erfahrung um hier Tips geben zu können. Hier aber noch ein paar generelle Infos:

Quilten mit Führung:

Das hört sich ganz wichtig an, gemeint ist aber das ganz normale Nähen, bei dem die Nähmaschinenfüßchen unter dem Nähfuß den Stoff transportieren und führen. Das ist bei allen Nähmaschinen als Grundeinstellung einfach so gegeben. Nachteil dieser Methode ist, dass der Stoff immer nur von vorne nach hinten transportiert wird und ihr den Quilt drehen müsst, wenn ihr die Richtung wechseln möchtet.

Freihandquilten:

Hier werden die unteren Führungsfüßchen der Nähmaschine abgesenkt. Nicht jede Maschine kann das! Schaut in der Gebrauchsanleitung eurer Nähmaschine nach, falls ihr es mal ausprobieren wollt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass ihr nun in alle Richtungen nähen könnt, denn eure Hände bestimmen wie schnell und wohin der Stoff bewegt wird. Dies bedarf einiger Übung, daher habe ich mich für den Anfang dagegen entschieden. Wenn man einmal dabei ist macht es aber durchaus Spass und man hat unendlich viele Möglichkeiten an Quiltmustern!

Habt ihr euch für ein Muster entschieden? Dann geht’s los!

Ich starte meist damit, mir Linien auf den Quilt zu zeichnen, die mir helfen, dem Muster zu folgen. Das sind dann entweder Linien denen ich genau Folge oder aber auch manchmal Linien, von denen ich 1/4 inch links oder rechts davon oder auch beides quilten möchte – das geht dann mit Hilfe der 1/4 inch-Fuss. Für das Zeichnen auf dem Quilt gibt es viele Stifte zu kaufen, die auch spätestens nach dem Waschen wieder raus sind. Leider sind die sehr teuer und auch schnell ‘leer’. Deswegen bin ich mittlerweile teilweise dazu übergegangen, Bleistift oder sogar Kugelschreiber zu verwenden. Kugelschreiber allerdings (noch) nicht auf Quiltvorderseiten, das habe ich mich noch nicht getraut. Ich traue es mich fast nicht zu schreiben und für diesen Tip übernehme ich auch keine Gewähr… Bisher ist bei mir Kugelschreiber immer aus allem rausgegangen nach dem Waschen und Bleistift sowieso – es liegt aber bei euch, ob ihr das riskieren wollt!

Ich habe diesen Quilt sehr einfach gequiltet, mit simplen diagonalen Linien. Eigentlich wollte ich ursprünglich noch einmal in die andere Richtung diagonal quilten um ein Rautenmuster zu bekommen – aber mir hat es nach der Hälfte so gut gefallen, dass ich es gelassen habe. Für die Linien habe ich mich an Referenzpunkte der Blöcke gehalten. Im Foto kann man das vielleicht erkennen. Ihr könnt aber natürlich eurer Fantasie freien Lauf lassen!

Nun geht es aber an die Maschine. Erstmal müsst ihr eure Fadenspannung richtig einstellen. Ätzend ist das, ich weiss. Ich hasse es an diesen Einstellungen rumzuspielen. Aber es muss leider sein, zumindest bis ihr einmal die richtige Einstellung für’s Quilten gefunden habt. Dazu macht es Sinn, sich ein Probestück zusammen zu heften – einfach ein Stück eures Vlies nehmen, oben und unten Stoffrest drauf und damit üben. Dann müsst ihr auch keine Nähte auftrennen auf eurem schönen Quillt! Spielt mal mit eurer Spannung und verschiebt sie hin und her, bis eure Naht von oben und unten gut aussieht. Der Faden von der jeweils anderen Seite darf beim Nähen nicht durchgezogen werden. Wenn das klappt dann ist es richtig. Noch ein kleiner Tip: Ich muss meine Maschine immer einmal ausstellen, bis sie eine Veränderung auch annimmt. Also: Rädchen drehen, Maschine aus, Maschine an und ausprobieren. Bei Bedarf wiederholen.

Wer kann, sollte einen Transportfuss verwenden, das macht das Ganze deutlich einfacher und der Quilt flutscht besser durch. Es geht aber auch ohne.

Das Quilten startet man nach Möglichkeit in der Mitte des Quilts und arbeitet sich dann nach aussen vor. So kommt es zu möglichst wenig Knubbeleien im Quilt und er schlägt hoffentlich wenig Wellen die dann in vernähten Falten resultieren. Damit der Quilt auch möglichst einfach durch den Arm passt, also durch den Raum rechts von eurer Nadel, rollt man ihn sich zusammen, damit er leichter zu händeln ist. Ich habe das so gelöst.

Da der Quilt recht gross ist, und damit sein Eigengewicht den Quilt nicht nach rechts und links zerrt und das Führen noch schwieriger macht, habe ich mir die ‘Wurst’ beim Quilten über die Schulter gelegt. Ihr könnt ja mal ausprobieren, wie es für euch am besten funktionert.

Jetzt starten wir aber: Beginnt eure Naht immer ausserhalb eurer Vorderseite und näht dann von dort auf den Quilt drauf. So habt ihr keine losen Fäden auf der Oberfläche.

Und dann geht’s los! Näht bis eure Maschinen glüht und dann noch ein bisschen mehr. Wenn ihr auf eine Sicherheitsnadel stosst, dann haltet kurz an um sie zu entfernen und dann geht’s direkt weiter. Ich versuche mit meinen Händen den Stoff etwas zu spannen und den Quilt eigentlich nur zu halten, so dass sein Gewicht ihn nicht in die ein oder andere Richtung zerrt. Das Nähen bzw. Transportieren versuche ich der Maschine zu überlassen, so werden die Nähte gleichmäßiger. Und ganz wichtig: Seid nicht so streng mit euch. Ich schaffe es NIE, dass meine Linien richtig gerade und sauber werden. Ist im Endeffekt aber ganz egal, das werdet ihr im fertigen Quilt nicht sehen, bzw. müsstet eure Nase dran halten und suchen um die Stellen wieder zu finden. Näht drauf los und habt Spass daran, das Ergebnis wird so oder so toll werden!

Und wenn ihr allen euren Linien gefolgt seid – dann seid ich schon fertig! Leider habe ich vergessen ein Foto von dem gequilteten Zwischenprodukt zu machen, ich hoffe ihr verzeiht. Bald gibt’s aber fertige Bilder, dann seht ihr das Muster nochmal im Ganzen.

Falls ihr Fragen habt, meldet euch einfach! Ich wünsche euch viel Spass!

Garden Fence Quilt-Along: Heften

10 Dez

Soweit, so gut. Die Vorderseite ist fertig und die Rückseite auch. Jetzt müssen wir das Ganze nur noch zusammen bekommen.

Bevor es nun also mit dem eigentlichen Quilten los geht, werden die beiden Seiten zusammen mit dem Innenvlies geheftet. Das kann man entweder mit Sicherheitsnadeln oder mit einem temporären Stoffkleber machen. Ich habe bereits beides ausprobiert. Beides funktioniert gut und beides hat seine Vor- und Nachteil.

Sicherheitsnadeln:

+ die Nadeln sind immer wieder verwendbar, man investiert also nur einmal

+ durch die Wiederverwendbarkeit ist es auch umweltfreundlicher

- Das Heften dauert länger  und auch beim Quilten muss man immer wieder anhalten und die Nadeln rausnehmen.

Spray:

-  Teurer, weil es immer wieder nachgekauft werden muss.

+ Das Heften geht schneller.

+ Durchgängiges Quilten möglich.

- Die Nadel kann verkleben und muss zwischendurch gereinigt werden.

Diesen Kleber benutze ich zur Zeit, der ist super. Ich habe auch schon Sprühfixierer von Prym benutzt, der ist auch gut. Wenn ihr Nadeln benutzt, dann braucht ihr VIELE, und am besten die Gebogenen. Diese hier hab’ ich, allerdings im Grosspack. Ich brauche bestimmt so 50 bis 150 Stück pro Quilt, je nach Quiltgröße.

Egal welche die Methode eures Herzens ist, ihr beginnt zunächst damit euch ein Stück freien, sauberen Boden in eurer Wohnung zu suchen. Teppich ist nicht so gut, am besten ist Laminat/Holzdielen oder Fliesen – also eine möglichst glatte Fläche. Mein Boden der Wahl ist in der Küche, denn hier hab’ ich schön viel Platz. Ich hefte irgendwie immer abends, am liebsten mit einem Glas Wein in der Hand (während Schwangerschaft und Stillzeit auch durch ein Glas Kirschschorle ersetzbar…). Entschuldigt die nicht so guten Fotos – das liegt nicht an dem an dem Abend konsumierten Wein (glaube ich zumindest…) sondern an dem fehlenden Sonnenlicht. Ich hoffe ihr könnt etwas erkennen.

Ihr legt eure Quilt-Rückseite  mit der linken Seite nach oben (also die schöne Seite nach unten) möglichst glatt auf dem Boden aus. Dann klebt ihr die Ecken und Seiten mit etwas Malerkrepp am Boden fest. Achtet darauf, dass ihr den Stoff dabei ganz leicht spannt (wirklich nur ganz, ganz leicht!) und so klebt, dass er so glatt wie möglich liegt.

Auf eure Rückseite wird jetzt das Vlies ausgelegt. Auch hier müsst ihr wieder ganz glatt auslegen. Fangt an einer Seite an und glättet diese dann zur anderen hin aus. Mein gekauftes Stück Vlies war größer als mein Quilt, daher habe ich nach dem Glattstreichen noch ein Stück abgeschnitten.

Falls ihr ein Spray benutzt, müsst ihr nun das erste Mal kleben.  Falls nicht, könnt ihr diesen Absatz direkt überspringen und beim nächsten Absatz weiter lesen! Leider habe ich keine Bilder vom Sprüh-Heften für euch, da ich hier die Nadel-Methode benutzt habe. Ihr klappt das Vlies an einer langen Seite ca. zur Hälfte um und sprüht den Kleber gleichmäßig auf die am Boden festgeklebt Rückseite des Quilts. Dann klappt ihr das Vlies vorsichtig zurück, achtet wieder darauf, dass sich keine Falten bilden. Falls notwendig, löst das Vlies an den entsprechenden Stellen wieder vorsichtig von der Rückseite und legt es neu auf. Danach verkehrt ihr mit der anderen Vlies-Hälfte genauso, bis das Vlies komplett an der Rückseite befestigt ist.

Im nächsten Schritt wird nun die Vorderseite auf das Vlies gelegt. Auch hier wieder so glatt wie möglich, streicht einfach den Stoff gleichmäßig nach allen Seiten aus.  Ihr seht hier sehr gut, dass sowohl das Vlies als auch die Rückseite an allen Seiten gut 5 bis 10 cm größer ist als die Quilt-Vorderseite. Das muss so sein!

Solltet ihr die Sprüh-Methode verwenden, verfahrt ihr nun genauso mit der Oberseite wie ihr es mit dem Vlies gemacht habt, und klebt die Vorderseite am Vlies fest. Habt ihr das getan, seit ihr auch schon fertig und könnt mit dem Quilten loslegen!

Habt ihr die Nadelmethode gewählt, dann müsst ihr nun noch ein bisschen Arbeit leisten. Nehmt eure abgerundeten Sicherheitsnadeln und heftet eure drei Stofflagen Stück für Stück zusammen. Die Nadeln sollten nicht zu weit voneinander entfernt sein, denn das erhöht das Risiko, dass sich beim Quilten Falten bilden. Idealerweise sollte eine Nadel alle 15 cm gesetzt werden, teilweise auch enger. Es hilft sehr, sich am Muster des Quilts zu orientieren und sich ein Muster zu überlegen, nach dem man die Nadeln aufteilt. Ich habe jeweils eine Nadel in die Mitte des Blocks und je eine an alle vier Ecken gesetzt. Kleiner Tip: Mit Hilfe eines Löffels lassen sich die Nadeln ein bisschen fingerfreundlicher schliessen!

Zum Schluss entfernt ihr den Malerkrepp und: Tadaa! Euer Quilt ist geheftet! Beim nächsten Mal geht es mit dem Quilten weiter.

Garden Fence Quilt-Along: Die Rückseite nähen

13 Aug

Heute nähen wir die Rückseite für euren Quilt. Die darf aussehen wie ihr mögt – eine ganz simple Variante wäre z.B. wenn ihr ein Bettlaken verwendet dass ihr mögt oder ein anderes großes Stück Stoff, dass gut zu eurem Quilt passt. Dann müsst ihr noch nicht mal nähen. Oder ihr nutzt verschiedene Stoffe und näht diese wild aneinander – hab’  ich alles schon gemacht.

Für meinen Garden Fence Quilt wollte ich gerne die Reste der Stoffe nutzen, dich ich für die Vorderseite verwendet habe. Und es sollte ein “sauberer” und ordentlicher Look sein. Und natürlich nicht zu kompliziert, denn sind wir mal ehrlich: An diesem Punkt will ich langsam fertig werden!

Erstmal habe ich das Oberteil ausgelegt, damit ich mich an seiner Größe orientieren kann. Die Rückseite sollte an allen Seiten gut 5 cm breiter sein als die Oberseite und am Rand keine wichtigen Details enthalten. Ich habe im ersten Schritt meinen weißen Stoff den ich noch übrig habe auf die Breite des Quilts geschnitten – so hab’ ich schonmal meine untere Hälfte der Quilt-Rückseite.

Im Anschluss habe ich mir die Reste der bunten Stoffe geschnappt und 10 cm breite Streifen zugeschnitten. Die habe ich dann nach Gusto zusammengenäht, so dass die gesamte Bahn etwas breiter als mein Oberteil ist. Der Streifen hat sich dann zur unteren Quilt-Rückseiten-Hälfte gesellt.

Aus dem restlichen Weißen Stoff habe ich mir dann noch die obere Quilthälfte zusammengestückelt – ihr habt evtl. Glück und noch genug am Stück übrig und braucht garnicht stückeln.


Das Ganze wird dann zusammengenäht und Voilà! Eure Rückseite ist fertig. Ihr seht, die Kanten sind nicht ganz begradigt, aber dass ich nicht schlimm. Wir werden nach dem Quilten eh rundherum ein Stück abschneiden.

Das ging schnell, oder? Denkt dran, dass ihr auch bei der Rückseite eure Nähte aufbügelt! Beim nächsten Mal wird dann unser Quilt-Sandwich zusammen gesetzt.

Garden Fence Quilt-Along: Fertigstellen des Quilt-Oberteils!

9 Jan

Und? Hat schon jemand ein paar Blöcke fertig gestellt? Oder vielleicht sogar schon alle? Ich würde mich sehr über Emails oder Kommentare freuen wenn ihr mitmacht! Und/oder über Fotos eurer Werke!

Heute machen wir das Quilt-Top bzw. das Quilt Oberteil fertig. Dafür müsst ihr erstmal eine Anordnung der Blöcke finden, die euch gefällt. Bei mir wurden sie dafür auf dem Wohnzimmerboden ausgebreitet und mein Mann musste einen Nachmittag lang seltsame Verrenkungen machen um sich zur Küche durch zu kämpfen. Ich habe darauf geachtet, die Farben und Muster über den Quilt möglichst gleichmäßig zu verteilen. Das liegt natürlich alles bei euch und wie es euch am besten gefällt.

Nun geht´s ans Nähen. Wir hatten ja schon einige zusätzliche weiße Streifen zugeschnitten, insgesamt waren das 36 Stücke mit 27 cm (10,75 inch) Länge und 3,8 cm (1,5 inch) Breite und 10 ganze Streifen mit einer Breite von 3,8 cm (1,5 inch). Falls diese im Laufe des Nähens nicht reichen, schneidet euch einfach noch ein paar Streifen nach. Hier in der Abbildung könnt ihr sehen, wie ihr nun die einzelnen Blöcke zusammen setzen müsst. Ganz wichtig: Alles stecken bevor ihr es näht! Bei so langen Nähten macht das wirklich einen großen Unterschied, ohne das Stecken kriegt man es niemals genau hin.

Ihr geht Bahn für Bahn vor und fangt mit den 27 cm langen Streifen an. Diese setzt ihr jeweils rechts an einen Block. Einen zusätzlichen Streifen setzt ihr am ganz linken Block noch außen an. Es kann sein – je nachdem wie ihr eure Blöcke zugeschnitten habt – dass die Streifen etwas zu lang sind, dann müsst ihr sie einfach kürzen wenn sie drangenäht sind.

Sind eure Blöcke mit weißen Streifen ausgestattet, fangt ihr an die einzelnen Blöcke zusammen zu nähen. Das macht ihr, bis ihr eine ganze Reihe fertig habt. Nach der ersten Reihe macht ihr einfach mit der nächsten Reihe weiter bis alle fertig sind.

Bevor ihr nun die Reihen zu einem gesamten Top zusammen setzt, müsst ihr noch weiße Streifen zwischen die Reihen setzen. Bei mir war der Stoff nicht breit genug und ein Streifen hat nicht für die ganze Länge einer Reihe gereicht. Also habe ich einfach 2 Streifen zusammen gesetzt und dann nach dem Nähen der ersten Naht den Streifen gekürzt. Sind die weißen Streifen angebracht könnt ihr nun die Reihen alle zusammen nähen. Und Voilà! Fertig ist euer Quilt Top! Wollt ihr meins sehen?

Wenn ihr die kleinere Variante des Quilts macht, dass müsst ihr lediglich 4 Reihen à 4 Blöcken zusammen setzen. Das Vorgehen ist vom Prinzip her das Gleiche. Ich wünsche euch viel Spaß!

Garden Fence Quilt-Along: Wir nähen jetzt die Blöcke!

12 Dez

Erstmal eine kurze Entschuldigung, weil es zur Zeit so ruhig hier ist. Leider wird das in den nächsten Wochen und Monaten auch so bleiben. Beruflich bin ich extrem eingespannt und stehen einige wichtige Termine an. Mehr erzähle ich euch wenn alles vorbei ist. Bis dahin komme ich leider nur sporadisch zum bloggen – ich hoffe ihr seht es mir nach. Nun aber zum Quilt-Along:

So viele Wochen und wir haben uns noch immer nicht an die Nähmaschine gesetzt! Das wird sich jetzt ändern – in der nächsten Zeit kommt ihr garnicht mehr von eurem Maschinchen fort. :)

Legen wird doch direkt mit dem ersten Block los. Nehmt euch einen eurer vorbereiteten Stapel und legt eure einzelnen Stücke schonmal so aus:

Hier kann man schon erahnen, wie der Block fertig aussehen wird! Als ersten Schritt nähen wir den ersten weißen Streifen an unser Quadrat in der Mitte. Dafür legen wir den Streifen auf eine Kante des Quadrats, möglichst genau! Ihr legt “rechts auf rechts”, das heißt die jeweiligen Oberseiten des Stoffs liegen aufeinander – rechts ist immer die “obere” oder “schöne” Seite des Stoffs.

Jetzt müsst ihr eure beiden Stofflagen zusammenpinnen, damit sie beim Nähen nicht verrutschen. Hier mal meine allgemeinen Erfahrungen zum feststecken: Bei meiner alten Maschine und meinem ersten Quilt habe ich besonders bei den ersten Schritten nicht gesteckt, sondern erst wenn es darum ging, größere Teile zusammen zu nähen. Dabei sind mir die Stofflagen beim Nähen oft verrutscht, besonders am Ende. Ich habe dann gemerkt, dass meine Blöcke teilweise wirklich arg schief geworden sind, weil sich die kleinen Ungenauigkeiten aufaddiert haben. Beim Plus-Quilt habe ich dann ALLES gesteckt und er ist sehr genau geworden! Mit der neuen Maschine bin ich wieder dazu übergegangen, die ersten Schritte (also wenn ich die ersten Stücke zusammen nähe) nicht stecke, sonders erst wenn es darum geht längere Reihen zusammen zu nähen. Und mit der neuen Maschine funktioniert das dank integriertem Oberfußtransport wunderbar! Mein Fazit ist also: Erstmal lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zu stecken. Und dann müsst ihr einfach selbst ausprobieren, was für euch funktioniert.Wenn ihr steckt: Dann setzt eure Nadeln ca. 5 cm auseinander – bei kleineren Teilen natürlich auch enger.

Jetzt geht´s ans Nähen! Legt euren gepinnten Stoff an – im Bild seht ihr, dass ich einen 1/4 Inch Fuß benutzt habe. Hier kann ich den Stoff einfach rechts an der Kante anlegen und daran entlang führen und ich nähe so eine genaue Naht. Falls ihr keinen solchen Fuß habt, könnt ihr auch entweder mit der in der in der Maschine integrierten Metallplatte arbeiten (hier sind meist verschiedene Abstände markiert) oder ihr könnt euch auch mit einem Streifen Washi oder einem anderen Tape entsprechend den Abstand markieren.

Wenn ihr schonmal andere Sachen genäht habt dann wisst ihr, dass man oft erstmal ein Stück zurück näht und dann erst vorwärts – das heißt “Vernähen”. Am Ende der Naht macht man das auch. So sichert ihr eure Naht, damit sie nicht mehr aufribbelt. Beim Quilten mache ich das nicht, das ist mir zu aufwendig. Bisher habe ich acch noch nicht gelesen, dass das irgendwelche Quilter machen. Bislang hatte ich auch noch keine Probleme mit sich auftrennenden Nähten – die “Enden” verschwinden in den Nahtzugaben und so sind sie eigentlich ganz gut geschützt.

Nach dem ersten Streifen am Quadrat könnt ihr jetzt auf der anderen Seite den nächsten Streifen anbringen. Außerdem könnt ihr an den rosanen Streifen die kleinen weißen Streifen anbringen.

Ihr seht, auf euch kommen ganz schön viele kleine Nähte zu. Um Zeit und auch Garn zu sparen, könnt ihr einfach eine Kette machen – ihr fangt mit der ersten Naht an, an Ende zieht ihr euer Stück ein kleines bisschen nach hinten raus und legt direkt die nächsten Stoffstücke an. Am Schluss schneidet ihr einfach die Verbindungsfäden der Ketten durch und habt einen ganzen kleinen Stapel fertig.

So, jetzt geht´s rüber zum Bügeleisen. Ihr müsst eure Nahtzugaben auseinander bügeln. Hier spalten sich glaube ich die Meinungen – manche bügeln die Nähte auseinander, manche bügeln sie zu einer Seite rüber. Ich habe sie von Anfang an auseinander gebügelt und das funktioniert super für mich. So habe ich an Stoff”kreuzungen” weniger Lagen übereinander und ich finde es einfacher, längere gepatchte Streifen aneinander auszurichten.

Um die Nahtzugabe auseinander zu bügeln, drückt ihr die bein “Flügel” erst mit den Fingern auseinander. Dann könnt ihr einfach drüber bügeln.

Und so sieht das dann umgedreht aus!

Habt ihr also den ersten Schwung Stücke aneinander genäht, sieht euer Block so aus:

Schon nicht schlecht, oder? Jetzt sind die nächsten Streifen an das mittlere Quadrat an die Reihe und jeweils das zweite Stück an die äußeren Streifen. Hier könnt ihr auch wieder in einer Kette nähen.

Und jetzt könnt ihr noch schnell die anderen 2 weißen Streifen an das mittlere Quadrat nähen und dann ist das schon fertig.

Wenn ihr das gemacht habt, sieht euer Block schonmal so aus:

Jetzt könnt ihr eure ersten Außenstreifen annähen. Ab dieser Stelle würde ich euch definitiv empfehlen zu pinnen!

Und jetzt noch die letzten beiden Streifen:

So – hier stehen einige Teile ein bisschen raus, nicht? Das habe ich absichtlich so geplant, also wundert euch nicht! Ich habe euch für den Zuschnitt  teilweise ein paar Milimeter mehr angegeben an machen Stellen. So haben wir nun einen Block, der ein bisschen größer ist als das Muster verlangt. Gerade anfangs passiert es so schnell, dass man ein bisschen ungenau näht, daher haben wir so die Möglichkeit unseren Block nochmal zu begradigen.

Wir fangen dazu an einer Kante an und legen unser Lineal mit 6 cm Abstand zum inneren weißen Quadrat aus. Schneidet die erste Kante gerade zu. Nach dem ersten Schnitt drehen wir das Quadrat um 90 Grad, legen unser Lineal wieder 6 cm vom Innenquadrat an und außerdem an der Kante mit der bereits geschnittenen Seite an. Idealerweise sollte sich ein 90 Grad Winkel zur bereits begradigten Kante ergeben und gleichzeitig über die ganze Länge der zu schneidenden Kante 6 cm Abstand möglich sein. Bei mir war das nicht immer der Fall – da war´s also hier oder da doch ein bisschen schief. In dem Fall haben die 90 Grad auf jeden Fall Priorität!

Was außerdem noch wichtig ist: Alle eure Blöcke müssen zum Schluss die gleiche Größe haben. Wenn ihr also am Schluss merkt, ein paar eurer Blöcke sind größer als andere, dann müsst ihr sie nochmal alle zur gleichen Größe zuschneiden.

Tadaa! Ihr habt euren ersten Block fertig! Fühlt sich toll an oder? Dann los, gleich zum Nächsten! Insgesamt müsst ihr 30 Blöcke machen für den Großen Quilt und für die Baby-Quilt Version 16. Beim ersten Block dauert es noch etwas länger, aber mit ein bisschen Routine habe ich ca. 20-25 min für einen Block gebraucht. Wenn ihr also hier und da mal ein Stündchen übrig habt, könnt ihr Stück für Stück immer Paarweise eure Blöcke fertig stellen.

Und da Weihnachten vor der Tür steht und dieser Schritt natürlich ganz schön viel Zeit in Anspruch nimmt, werde ich erst in 4 Wochen den nächsten Schritt posten. Ihr habt also richtig viel Zeit. :)

Zum Schluss habe ich noch eine klitzekleine Bitte. Ich würde mich riesig freuen, wenn ich Fotos von euch sehen könnte! Gibt´s da draußen Mädels, die bis hierhin durchgehalten haben und mitmachen? Dann würde ich mich riesig über Fotos eurer Stoffauswahl, eurer ersten Blöcke und eurer Fortschritte freuen! Auch über Feedback – sind die Posts verständlich? Wünscht ihr euch noch irgendetwas dazu? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Garden Fence Quilt-Along: Der Rollschneider glüht!

28 Nov

Heute fangen wir endlich so richtig an! Wir schneiden unsere Stoffstücke für unsere Quilt-Oberseite zu. Bevor ich das das erste Mal gemacht habe, hab´ ich gedacht, dass dieser Job bestimmt nicht einer meiner Liebsten sein wird. Überraschenderweise macht es mir aber wirklich Spaß! Keine Ahnung wieso, vielleicht weil die hübschen kleinen Häufchen wachsen und ich schonmal die Stoffe und Farben zusammenlegen kann und mir vorstelle wie der Quilt wird?

Wir beginnen mit den hübschen, bunten Stoffen. Ihr müsstet davon jetzt 10 Stück mit jeweils 1/2 Yard oder Meter haben. Ich gehe mit euch jetzt das Schneiden des ersten Stückes durch um euch den generellen Prozess zu erklären und gebe euch hinterher eine Liste, was als Summe aus den einzelnen Stoffe genschnitten werden muss. Ach ja, und noch ein Hinweis: Wir werden die Stücke teilweise etwas breiter zuschneiden als benötigt. So können wir zwischen den einzelnen Schritten beim Zusammensetzen der Blöcke ein bisschen mit unserem Rollschneider korrigieren. Diese Methode ist besonders für Anfänger gut geeignet!

Los geht´s mit bügeln – schön ordentlich! Das Zuschneiden sollte generell möglichst genau geschehen und wenn der Stoff verknittert ist schneidet man seine Teile schnell zu breit oder kurz.

Anschließend legt ihr den Stoff so zusammen, dass die Webkanten übereinander liegen. Also nicht die Kanten, an denen der Stoff vom Ballen geschnitten wurde, sondern die anderen!

Wir begradigen jetzt erstmal die Schnittkante. Das ist wichtig, besonders wenn ihr lange Streifen schneidet. Wenn die Kante nicht vernünftig begradigt ist, dann könnt ihr schnell schiefe Bahnen schneiden die an der Faltkante ein V bilden. Falls ihr das jetzt nicht versteht, macht nix. Wenn ihr loslegt kommt gleich bestimmt das “Ah! Das hat sie gemeint!”

Legt euren Stoff vor euch auf die Schneidematte. Für Rechtshänder, sollte die Schnittkante rechts von euch liegen, für Linkshänder (so wie bei mir!) links von euch.

Legt euer Lineal an der unteren Kante, dort wo der Stoff gefaltet ist, an. Ihr solltet möglichst nah an der Schnittkante sein und ihr müsst das unteren Ende des Lineals genau an die Kante legen. So schneidet ihr in einem 90° Winkel zur Faltkante.

Setzt euer Lineal an und schneidet über die Lineal-Länge. Haltet dabei das Lineal gut fest, es verrutscht schnell!

Euer Stoff ist wahrscheinlich höher als euer Lineal. Nach dem Schnitt lege ich den schmalen Streifen den ich schneide immer seitlich weg und schiebe dann das Lineal hoch. Ich richte es dann anhand des schon geschnittenen Stückes richtig aus und schneide das nächste Stück. Das wiederhole ich, bis ich bis nach oben geschnitten habe.

So. Jetzt ist euer Stoff begradigt. Nun müsst ihr euren Stoff vorsichtig umlegen, so dass die Schnittkante nun auf der anderen Seite ist. Für Rechtshänder ist die Schnittkante also jetzt links, für Linkshänder ist sie auf der rechten Seite.

Als nächstes schneiden wir uns unseren ersten Stoffstreifen zurecht. Generell gilt: Schneidet so genau wie möglich! Das macht das Patchworken einfacher! 100%ig genau kriege ich es auch nie hin, aber ich versuche es so gut wie möglich hinzukriegen. Legt das Lineal an der Schnittkante an. Es muss wieder mit der unteren Kante an der Faltkante genau anliegen.

Mit Hilfe der Bemaßungen auf dem Lineal richtet ihr es an der 11,5 cm aus (falls ihr mit einem Inch Lineal arbeitet sind es 4,5 x 4,5 inch!). Nun wieder bis nach oben durch schneiden.

Jetzt wird´s ein bisschen einfach und handlicher – lange/große Stücke sind immer schwierig zu schneiden finde ich. Die kleinen Stücke gehen dafür ganz schnell und einfach. Den Streifen den ihr euch gerade geschnitten habt legt ihr euch nun quer über eure Schneidematte. Das Ende, das die beiden Stoffenden hat, müsst ihr wieder begradigen, also richtet das Lineal an der oberen Kante aus und schneidet im 90° Winkel entland der Kante.

Nun legt ihr euer Lineal wieder bei 11,5 cm an und schneidet. Ihr habt nun eure ersten 2 Quadrate mit den Maßen 11,5 cm x 11,5 cm zugeschnitten.

Garnicht so schwierig, oder? Das müsst ihr jetzt nur noch für ca. 35.925.029 Stücke wiederholen. ;)

Hier also die Schnittanweisungen für die Quilt-Vorderseite.

Aus den 10 verschiedenen gemusterten Stoffen schneidet ihr jeweils:

- 1 Streifen in 11,5 cm (4,5 inch) Breite. Aus diesem Streifen schneidet ihr 3 Quadrate, die 11,5 x 11,5 cm (4,5×4,5 inch) messen. Das übrig gebliebene Stück legt ihr erstmal zur Seite.

- 2 Streifen in 7 cm (2,75 inch) Breite. Aus diesen Streifen schneidet ihr insgesamt 12 Stücke mit den Maßen 7 cm x 13,3 cm (2,75 x  5,25 inch) und 12 Stücke mit den Maßen 7 cm x 7,6 cm (2,75 x 3 inch). Wahrscheinlich werden die 2 Streifen nicht ausreichen, je nachdem wie breit euer Stoff ist. Wenn es nicht reicht, dann nehmt noch den übrig gebliebenen 11,5 cm (4,5 inch) breiten Streifen und schneidet ihn auf 7 cm (2,75 inch) Breite zurecht. Nun könnt ihr hieraus eure restlichen Stücke schneiden.

Aus dem weißen Stoff müsst ihr:

Viele, viele Streifen (fangt mal mit 20 Streifen an) mit einer Breite von 3,8 cm (1,5 inch) schneiden. Aus diesen Streifen schneidet ihr 60 Stücke mit einer Länge von 16,5 cm (6,5 inch), 60 Stücke mit einer Länge von 11,4 cm (4,5 inch) und 120 Stücke mit einer Länge von 7 cm (2,75 inch) zurecht. Diese Stücke braucht ihr für eure Blöcke. Falls die 20 Streifen nicht reichen (das kommt auf eure Stoffbahnbreite an), schneidet noch welche nach.

Außerdem müsst ihr weitere 18 Streifen mit einer Breite von 3,8 cm (1,5 inch) zuschneiden. Dauraus macht ihr 36 Stücke mit 27 cm (10,75 inch) Länge und 10 ganze Streifen legt ihr am Stück zur Seite.

Danach könnt ihr eure Stoffstücke schonmal vorsortieren. Insgesamt machen wir 30 Blöcke, also müsst ihr auch 30 Stoffhäufchen sortieren. Ich selbst habe versucht, nie den gleichen Block 2 mal zu haben – also die Stoffpaare immer zu wechseln. Pro Block braucht ihr

Stoff A: 1 Stück 11,5 x 11,5 cm (4,5 x 4,5 inch)

Stoff B: 4 Stücke: 7 cm x 13,3 cm (2,75 x  5,25 inch)

Stoff B: 4 Stücke: 7 cm x 7,6 cm (2,75 x 3 inch)

weißer Stoff:

2 Stücke: 3,8 cm x 16,5 cm (1,5 inch x 6,5 inch)

2 Stücke: 3,8 cm x 11,4 cm (1,5 inch x 4,5 inch)

4 Stücke: 3,8 cm x 7 cm (2,75 inch)

Die restlichen weißen Streifen könnt ihr erstmal zur Seite legen.

 Und hier jetzt noch eine kurze Zusammenfassung für diejenigen, die die kleinere Quiltversion machen:

Statt 30 Blöcke werdet ihr nur 16 machen. Das Zuschneiden der bunten Stoffe könnt ihr genauso machen wie beschrieben, wobei das dann quasi genug für 18 Blöcke ist. Es bleiben also ein paar Stückchen übrig zum Schluss. Von dem weißen Stoff macht ihr lediglich statt jeweils 60 Stück 32 Stück, und statt 120 Stück 64 Stück.

Außerdem braucht ihr nur 20 Stücke der 3,8 cm x 27 cm weißen Streifen und 5 Stück der 3,8 cm Streifen über die gesamte Stoffbreite.

Wenn ihr fertig seid, sieht das Ganze dann so aus:

Hübsch, oder? Eure Häufchen könnt ihr dann erstmal zur Seite legen. In 2 Wochen geht es weiter und wir fangen an unsere Blöcke zusammen zu setzen!

Garden Fence Quilt-Along: Stoffauswahl

14 Nov

Wo ist denn plötzlich der Sonntag hin? Eigentlich wollte ich euch ja noch vom Workshop erzählt haben. Das verschiebe ich aber jetzt nochmal auf morgen, denn heute ist Montag und Montag ist Quilt-Along Tag! Heute wird nach Stoffen geshoppt.

Dieser Teil macht definitiv am meisten Spaß! Wir shoppen hübsche Stoffe! Wollt ihr mal sehen, welche ich mir ausgesucht habe?

Erstmal noch ein kleiner Disclaimer: Ich gebe hier lediglich meine Erfahrungen und Lieblingsstoffquellen wieder – das ist natürlich alles sehr subjektiv! Es gibt mit Sicherheit noch dutzende andere Möglichkeiten, Händler, … Falls ihr also auch noch Tips habt, freue ich mich über eure Kommentare!

Wir starten mit ein paar allgemeinen Infos zu dem

Was?

Für Quilts kann man theoretisch alle möglichen Stoffe benutzen: alte Klamotten, Bettwäsche und natürlich was der Stoffladen so her gibt. Manche Stoffe sind dabei schwieriger zu verarbeiten als andere, für manche bräuchte man sogar eine besondere Nähmaschine und Stoff unterschiedlicher Stärke mixen macht das Leben schwierig  – das habe ich bei meinem ersten Quilt gemerkt!. Daher empfehle ich ganz dringend mit Patchworkstoffen zu starten. Diese sind genau dafür gemacht und lassen sich am besten verarbeiten. Patchworkstoffe sind grundsätzlich leichte bis mittelschwere Baumwollstoffe ohne Stretchanteil.

“Wo?”

Ich kaufe meine Stoffe entweder auf den Stoffmärkten die so durch Deutschland touren oder online. Leider habe ich noch keinen Stoffladen gefunden, der eine gute Auswahl an Patchworkstoffen hat. Auf Stoffmärkten dagegen bin ich meist im Paradies gelandet und auch preislich kann man hier gute Schnäppchen machen. Besonders was uni-Stoffe angeht! Die Termine, wann und wo diese Stoffmärkte stattfinden findet ihr hier und hier.

Online kaufe ich meist in den USA – die Auswahl in den Online-Shops ist einfach so groß und ich mag besonders, dass sie bereits zusammengestellte, hübsche Stoffpakete verkaufen. Dabei kaufe ich eigentlich immer Designer-Stoffe – und die sind leider recht teuer. Mir gefallen die amerikanische Stoffe einfach am besten und da ich viel Zeit und Arbeit in die Quilts investieren, möchte ich, was den Stoff angeht, keine Abstriche machen. Aber das muss natürlich jeder ganz nach seinem Geschmack und Geldbeutel selbst entscheiden! Mein liebster Online-Shop ist fabricworm.  Bisher ist noch jedes Paket angekommen und meist auch innerhalb von maximal 2 Wochen. Auch haben die Mädels mir schonmal geholfen, passende Uni-Stoffe zu verschiedenen Kollektionen zu finden – am Bildschirm ist das ja manchmal schwierig zu erkennen. Ihr müsst bei Bestellungen in den USA natürlich die Zoll-Regelungen beachten, sonst habt ihr nachher bei der Paketzustellung die böse Überraschung einer dicken Nachzahlung! Also immer schön in kleinen Mengen shoppen. Ist auch besser für den Geldbeutel. Es gibt noch zahlreiche andere Shops in den USA, da ich aber bisher noch bei keinem anderen, sondern höchstens über Etsy bestellt habe, möchte ich sie euch hier nicht empfehlen – ich weiß ja nicht ob alles gut läuft.

Deutsche Online-Shops, die amerikanische Stoffe anbieten gibt es auch ein paar, das sind zum Beispiel Charlottas, Volksfaden, Quiltzauberei und Quiltmania.  Bei Charlottas habe ich schonmal bestellt und war sehr, sehr zufrieden mit der rasanten Lieferung! Bei Quiltzauberei habe ich schon anderes Quiltzubehör eingekauft auch hier war ich mit dem Service sehr glücklich. Quiltmania habe ich erst vor ein paar Wochen eine Bestellung aufgegeben, und obwohl ich sehr chaotisch war und es Missverständnisse gab beim Bezahlungsablauf (was komplett mein Fehler war!!) ist dann ratzfatz das Paket angekommen. Ines bietet einen tollen Service!

Für den kleineren Beutel habe ich auch noch die Stoffe von Butinette gefunden. Selbst habe ich dort noch nie bestellt, aber die Auswahl ist groß und preislich liegen die Stoffe nicht schlecht – falls es jemand von euch ausprobiert, sagt ihr mir wie ihr den Stoff findet?

Habt ihr noch andere tolle Quellen? Über Tips würde ich mich freuen, ich ergänze dann auch gerne noch den Artikel!

Maßeinheiten

Kaufen kann man Patchworkstoffe in verschiedenen Maßeinheiten. Hier in Deutschland sind die Stoffe von deutschen Herstellern meist 1,50 m breit und man kann davon dann 0,5 m, 1 m,… eben in cm/m Einheiten Meterware kaufen. Stoffe von internationalen Designern dagegen sind meist mit 44 inch oder gut 1,10 m schmaler. In englischen und amerikanische Shops werden sie dann in Yard-Einheiten verkauft: 1 Yard entspricht ca. 91 cm. Neben dem halben oder ganzen Yard, gibt es noch eine Reihe anderer Maßeinheiten. Die meiner Erfahrung nach beliebteste ist der “Fat Quarter”. Einen Fat Quarter erhält man, wenn man einen 1/2 Yard Stoff in der Breite teilt. Ihr habt also von 1 Yard Stoff ein “dickes Viertel”. Es gibt auch noch andere Maßeinheiten, da aber fast alle Anleitungen die ich bisher genutzt habe mit Metern, Yard oder Fat Quartern arbeiten, lasse ich es an dieser Stelle erstmal dabei. Wenn ihr aber über etwas stolpert und Fragen habt, meldet euch einfach! Ich ergänze dann auch gerne den Artikel mit den Antworten zu euren Fragen.

Stoffauswahl

Welches Muster, welche Farbe, was passt überhaupt zusammen?? Wer sich damit sehr detailliert beschäftigen möchte, sollte am besten mal bei Jeni vorbei schauen. Sie hat eine ganze Reihe von Beiträgen für ihre Reihe “The Art of Choosing” zusammen getragen. Ich selbst bin hier noch viel zu sehr unsicherer Neuling, als dass ich euch beraten könnte. Ich möchte euch lediglich den Tip geben,  große und kleine Muster mit schlichten (fast) uni-farbenen Stoffen zu mischen. Gerade die hübschen großen Prints sind oft sehr verlockend. Hat man aber einen ganzen Quilt aus diesen Stoffen geht der Effekt sehr schnell verloren. Ansonsten gilt: Alles darf, nichts muss! Hauptsache euch gefällt es!

So – und da wir nun die ganze Theorie aus dem Weg geschafft haben, kommen wir nun zur Einkaufsliste. Der Quilt den wir machen wird ca. 1,50 m x 1,80 m messen. Die perfekte Größe um sich abends auf dem Sofa ganz gemütlich darunter zu kuscheln. Wer jetzt denkt: “Oh Gott! Mit so einem großen Teil will ich nicht starten!”, der kann auch eine kleinere Fassung des Quilts machen in 1,20 m x 1,20 m. Dieser könnte dann z.B. als Krabbeldecke verwendet werden. Ich werde für die kleinere Version keine detaillierten Fotos zeigen. Die einzelnen Arbeitsschritte gleichen sich aber und ich versuche jeweils an den entsprechenden Stellen Hinweise zu geben, was im einzelnen weniger gemacht werden muss etc.

Einkaufsliste:

10 verschiedene gemusterte Stoffe, davon jeweils 1/2 Yard oder 1/2 Meter. Solltet ihr Stoffe kaufen, die breiter sind als die 1,10 m der amerikanischen Designer,  könnt ihr entsprechend weniger kaufen. Ihr werdet zum Schluss etwas Stoff übrig haben, der 1/2 Yard ist großzügig gerechnet. Da man sich gerade am Anfang auch mal gerne verschneidet, ist das so die sicherste Variante. Und aus den Resten lassen sich dann ganz schnell passende Kissen nähen…

ca. 5-5,5 Meter Hintergrund-Stoff, ich habe weißen Stoff gekauft. Ja, das ist ganz schön viel. Unsere Rückseite wird hauptsächlich weiß sein, allein dafür brauchen wir gut 3 Meter. Insgesamt wird hier auch einiges übrig bleiben, das nehmen wir dann einfach auch für unser nächstes Projekt. Ein kleiner Tips:Bei IKEA gibt es den Stoff “Ditte” für unschlagbare 3 € pro Meter. Der ist zwar etwas dünn, ich finde ihn aber durchaus ok. Außerdem könnt ihr mal eure alte Bettwäsche durchschauen. Vielleicht habt ihr ein Laken übrig die passt? Es sollte allerdings NICHT elastisch sein!!

Falls ihr die kleinere Variante nähen möchtet: In diesem Fall reicht es,von 6 Stoffen jeweils 1/2 Meter bzw. Yard zu kaufen und von dem weißen Stoff ca. 3,5 Meter.

Dazu müsst ihr dann noch eine Vlieseinlage kaufen die etwas größer sein muss, als es der Quilt dann nachher sein soll. So ein Volumenvlies bekommt ihr z.B. im Stoffgeschäft, allerdings nur bis zu einer bestimmten Breite. Spezielle Quilt-Vliese lassen sich leichter verarbeiten und haben die entsprechende Größe, ich bestelle meins meistens hier.

Das ist natürlich jetzt eine ganz schön lange Einkaufsliste. Wir werden in ein paar Wochen mit der Vorderseite des Quilts beginnen. D.h. für die Rückseite braucht ihr den Stoff erst später und könnt ihn nachkaufen. Es muss ja auf der Rückseite nicht der gleiche weiße Stoff verwendet werden, wie auf der Vorderseite! Es kann auch ein andere Stoff sein, der zu eurer Musterauswahl passt. Und das Vlies brauchen wir erst fast zum Schluss – hier reicht es auch wenn ihr euch mit dem shoppen ein bisschen Zeit lasst.

Stoffvorbehandlung:

Wenn ihr euren heißersehnten Stoff dann in den Händen haltet, solltet ihr ihn erstmal waschen. Ich wasche meinen immer bei 30 oder 40 Grad und lege Farbfangtücher dazu. Das ist ganz wichtig, denn die Farben laufen beim ersten Waschen meistens aus und ihr wollt euch euren schönen Stoff ja nicht direkt verderben! Oder noch schlimmer – einen Quilt haben, der nach dem ersten Waschen plötzlich Flecken hat! Also erstmal rein in die Waschmaschine.

Und wenn ihr das alles dann geschafft habt, dann legt ihn bis in 2 Wochen zur Seite – dann legen wir nämlich richtig los!

Garden Fence Quilt-Along: Das Werkzeug

7 Nov

Zum Quilten braucht man Standard-Sachen, die eine Hobby-Näherin zuhause hat. Und dazu vielleicht noch die ein oder andere Kleinigkeit.

Das wichtigste Gerät ist wohl eine Nähmaschine. Falls ihr keine besitzt, müsst ihr euch aber nicht direkt eine kaufen! Fragt erstmal in eurem Freundeskreis oder der Familie nach, ob jemand euch sein Maschinchen borgen kann. Eine Nähmaschine ist eine teure Angelegenheit, deren Anschaffung sich auch lohnen soll. Wenn ihr also gerade erst anfangt, dann probiert euer neues Hobby erstmal eine Weile aus, bevor ihr viel Geld investiert!

Falls ihr eine neue Maschine kaufen möchtet, hier mal meine Erfahrungen (die natürlich nicht allgemein gültig sind):

Begonnen habe ich “vor Quilt-Zeiten” auf einer billigen Maschine vom Discounter. Danach hatte ich ein 20 Jahre altes und damals sehr teures Teil von Singer. Seit neuestem habe ich mir nach langem Sparen ein wunderbares Maschinchen von Pfaff gekauft. Mein Fazit: Wer mehr investiert, hat auch mehr Freude am Nähen. Ich hab es letztens noch einer Freundin erklärt und mit dem Schneiden eines Steaks verglichen: Eine sehr gute Maschine ist wie eine gute, scharfe Klinge die durch ein Steak schneidet. Man kann sich voll und ganz auf´s Essen bzw. nähen konzentrieren. Eine günstige Marken-Basis-Maschine ist wie ein günstiges Steak-Messer. Solide, es tut was es soll und es funktioniert, auch wenn es besser sein könnte. Und eine Discountermaschine – das ist ungefähr so, als würde man mit einem Schmiermesser versuchen ein Steak zu schneiden. Es ist anstrengend, klappt nicht besonders gut und man verliert die Lust.

Neben der Nähmaschine braucht ihr für ein Basiskit noch die folgenden Dinge:

- Eine Schneidmatte (je größer desto besser) – wenn ihr euch eine Neue kauft, dann kann ich nur zu mindestens DINA3 raten, aber falls ihr eine Kleinere zuhause habt könnt ihr damit natürlich auch anfangen.

- Ein Lineal, wie dieses hier von Omnigrid:

Die meisten Nähgeschäft führen sie (nur) in cm. Ich selbst habe auch eins in cm. Hier tut sich aber ein Problem auf – die meisten Muster die man so online oder in Büchern findet sind in inch-Angaben (zumindest was ich so in meinem englischsprachigen Werken und Blogs finde).  Das Umrechnen ist ein bisschen umständlich und jedes Mal wieder eine Fehlerquelle – aber eigentlich auch kein echtes Problem. Falls es euch so geht wie mir und ihr euch besonders zu Anleitungen mit inch-Angaben hingezogen fühlt, würde ich vielleicht in ein Lineal mit Inch Angaben investieren. =) Die Lineale gibt es in verschiedenen Größen. Für diesen Quilt reicht zu Anfang ein 6×12 inch bzw. 15x30cm Lineal, damit könnt ihr alles bequem schneiden.

Ach ja: Für diesen Quilt-Along habe ich ein Muster von Inch in cm umgerechnet – ich werde also beides angeben.

- Ein Rollschneider, den kriegt ihr für unter 20 Euro im Nähbedarf-Fachgeschäft. Glaubt mir, mit Schneidematte, Rollschneider und Lineal könnt ihr so schnell Rechtecke ausschneiden, dass sich die Investition definitiv lohnt. Mit der Schere kriegt man das leider niemals so genau hin. Näht ihr auch Täschchen oder andere hübsche Dinge? Dafür erweisen sich Schneidematte, Rollschneider und Lineal dann auch als eure neuen besten Freunde.

- Stecknadeln und zwar nicht zu knapp

- Nähnadeln für die Nähmaschine

- Handnähnadel

- Nahtauftrenner (auch wenn wir hoffen ihn möglichst wenig benutzen zu müssen…)

- eine kleine Haushaltsschere

- gutes Nähgarn passend zum ausgewählten Stoff – ich nehme immer off-weißes von Gütermann (“Allesnäher – das ist ein Polyester-Garn). Die Marke ist eigentlich nicht so wichtig, ich glaube qualitativ tut sich zwischen den einzelnen Markengarnen nicht viel. Ihr solltet aber kein billiges Garn aus dem Ramsch-Laden nehmen. Glaubt mir, ihr wollt doch nicht Stunden über Stunden an einem Quilt sitzen, an dem sich nach ein paar mal waschen dann plötzlich die Nähte lösen! Auch hier ist euer zusätzliches Geld gut investiert! Ach ja: Und kauft lieber eine große Rolle… ihr werdet viiiiiel Garn benötigen!

Nachtrag: Eine liebe Leserin hat mich daran erinnert, dass in der Literatur oft reines Baumwollnähgarn empfohlen wird, da Polyestergarn “zu scharf” ist für den Baumwollstoff und langfristig dem Quilt schaden könnte. In Erfahrungsberichten, die ich gelesen habe, habe ich aber auch schon gehört, dass Polyestergarn ebenso wie Baumwolle funktioniert und es keine Probleme gab. Ich denke hier müsst ihr selbst entscheiden. Ich werde bei der nächsten Rolle mal zu Baumwolle greifen und schauen, wo die Unterschiede liegen.

- gebogene Sicherheitsnadeln (z.B. von Butinette.de), die braucht ihr aber erst relativ spät wenn wir die Quilt-lagen zusammen heften. Alternativ kann man auch ein Klebe-Spray benutzen, das habe ich selbst aber noch nie ausprobiert.

- Und jetzt noch als letzter Punkt: Ein 1/4 Inch Fuß für eure Nähmaschine. Dies ist kein Muss, sondern nur als Tip gedacht für diejenigen, die das mit dem Patchworken und Quilten öfters machen werden. Bei Patchworken ist es gant wichtig, eine sehr genaue Nahzugabe von 1/4 inch einzuhalten. Manche Maschinen haben eine Metallplatte auf der dies eingezeichnet ist, auf manchen kann man die Nadelposition so ändern, dass der Abstand zu der Kante eines normalen Fußes 1/4 inch beträgt. Ihr könnt euch eure Maschine ja schonmal anschauen, wie ihr das umsetzen könntet. Für alle die direkt (noch) ein bisschen mehr Geld ausgeben wollen, die können in so einen Fuß investieren. Für meine neue Maschine habe ich mir so einen gekauft- vorher hat es auch halbwegs geklappt, aber jetzt macht es die Sache doch einiges leichter.

Damit habt ihr erstmal eure Grundausrüstung zusammen. Nächste Woche suchen wir dann Stoffe aus – das macht mir glaube ich immer am meisten Spaß!

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