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Wonky Diamonds Quilt Along: Stoffe zuschneiden

26 Jul

Und? Habt ihr schon geshoppt? Was habt ihr denn Schönes eingekauft? Was für Quilt habt ihr geplant? Ich würde mich sehr über Kommentare, Emails oder Bilder freuen!

Dies wird heute ein sehr kurzer Beitrag, denn das Zuschneiden ist unkompliziert: Ihr braucht Streifen, Streifen und noch ein paar Streifen. Denkt daran, die Angaben wieder entsprechend auf eure Farben und Stoffe zu übertragen. Ihr braucht für euren Quilt:

48 Blatt A4 Papier. Das sollte möglichst dünn sein, ich habe 80/m2 schweres Papier benutzt. Dies schneidet ihr auf 21×21 cm zu, dass geht am besten mit einem Papierschneider! Warum diese Größe? Weil es einfach ist und ihr das Papier wahrscheinlich sogar schon zuhause habt. =)

roter Stoff: 48 Streifen mit den Maßen 12 inch x 2,5 inch (30,5 m x 6 cm)

grauer Stoff: 96 Streifen mit den Maßen 10,5 inch x 2,25 inch (26,5 cm x 5,5 cm)

blauer Stoff: 96 Streifen mit den Maßen 9 inch x 2,25 inch (23 cm x 5,5 cm)

weißer Stoff: 96 Streifen mit den Maßen 6 inch x 4 inch (15 cm x 10 cm) und für den Quilt-Rand 6 bis 7 Streifen mit einer Breite von 6 inch bzw. 15 cm.

Ich habe meine Streifen in Schüsseln sortiert um ein bisschen Ordnung zu bewahren:

Hier sehr ihr schon ein bisschen, wie es in 2 Wochen weiter geht. Viel Spaß beim Schneiden! Wir sehen uns in 2 Wochen für die Anleitung der Blöcke wieder.

Wonky Diamonds Quilt Along: Die Einkaufsliste

12 Jul

Herzlich Willkommen bei unserem Wonky Diamonds Quilt Along!

Wir werden in den nächsten Wochen wieder schicke Quilts zusammen stellen. Die Anleitungen werden diesmal nicht ganz so detailliert sein, ich werde z.B. nicht nochmal auf die Grundlagen des Zuschneidens eingehen. Falls ihr Quilt-Neulinge seid, seid ihr hier trotzdem richtig! Dies ist definitiv ein für Anfänger geeigneter Quilt. Falls ihr Anleitungen zum grundsätzlichen Vorgehen beim Erstellen eines Quilts braucht, schaut mal im oberen Reiter unter ‘Quilting Tutorials’ vorbei, ich habe dort alle wichtigen Anleitungen und Tips zusammen gestellt, die ihr auf dem Weg zu eurem ersten Quilt benötigt. Damit könnt ihr auch definitiv einen Wonky Diamonds Quilt nähen!

Für alle, die schonmal einen Quilt genäht haben, wie den Garden Fence Quilt von unserem letzten Quilt-Along: Ihr werdet euch nicht langweilen! Denn wir machen etwas Neues – Paper Piecing! Die Methode die wir verwenden, fügt Stoffstreifen zu einem Muster zusammen. Es ist noch ein Stück von den komplexen Figuren und Sternen entfernt, die ihr vielleicht schonmal im Zusammenhang mit Paper Piecing gesehen habt. Ich hoffe, dass dieses ‘Paper-Piecing light’ euch die Mischung aus Papier und Stoff näher bringt und vielleicht sogar Lust macht, komplexere Sachen auszuprobieren.

Nun aber zum Wonky Diamonds Quilt. Inspiriert wurde ich durch einen Pin bei Pinterest. Es ist grundsätzlich ein sogenannter String-Quilt, wie ich ihn hier schonmal gemacht habe. Allerdings mit der Besonderheit, dass die Streifen alle etwas schief, also ‘wonky’ angeordnet sind. Außerdem habe ich die Platzierung des weißen Streifens umgedreht, so dass weiße Rauten (engl. Diamonds) entstehen. Und so kam der Quilt zu seinem Namen: Wonky Diamonds!

Wie soll euer Wonky Diamonds Quilt aussehen? Wie ihr seht, habe ich roten, aqua-farbenen, grauen und weißen Stoff verwendet. Dieser Quilt sähe aber auch ganz toll aus in einer ganz bunten, scrappigen Version! Es wäre auch möglich, die hier rote Fläche mit weißem Stoff zu füllen und die weiße Fläche farbig zu gestalten – in dem Fall würden eure Streifen zusammen euren ‘Wonky Diamond’ bilden! Ihr seht also, ihr habt viele, viele Möglichkeiten. Als Tip würde ich euch vorschlagen mal bei Pinterest oder Google ‘String Quilt’ einzugeben und euch ein bisschen Inspiration bezüglich Anordnung und Farbwahl zu holen!

Der fertige Quilt wird ca. 1,50 m x 1,90 m groß sein. Auf den Bildern seht ihr mein fast fertiges Oberteil dem aber noch ein weißer Rand fehlt! Wer mag, kann diesen weißen Rand auch weg lassen, dann braucht ihr 1 m weißen Stoff weniger.

Und so sieht eure Einkaufsliste für euer Quilt-Top aus (natürlich müsst ihr das auf eure Stoffauswahl/eure Farben übertragen!):

1,5 yard oder 1,5 Meter roter Stoff

2 yard oder 2 Meter grauer Stoff (das ist knapp bemessen, wer sicher gehen will falls er sich verschneidet, der kauft ein bisschen extra)

1,5 yard  oder 1,5 Meter blauer Stoff

3 yard oder 3 Meter weißer Stoff

Ich habe übrigens verschiedenen Stoffe jeweils in 0,5 yard Einheiten verwendet, also 3 Stoffe in rot, 4 Stoffe in grau und 3 Stoffe in blau.

Dazu kommt dann noch Stoff für die Rückseite und eine Vlieseinlage. Ich werden meinen Quilt mit einem dicken Fleece auf der Rückseite quilten, das ich auf dem Stoffmarkt gekauft haben. In dem Fall könnt ihr die Vlieseinlage auch weg lassen.

Ach ja, und wer sich über die Stoffmengen wundert: Paper Piecing ist grundsätzlich ein ziemlicher Stofffresser, ihr werdet einige kleine Mini-Schnipsel Stoff übrig haben. Das ist zwar schade, aber das Ergebnis lohnt sich.

So, und nun viel Spaß beim Shoppen und wir sehen uns in 2 Wochen mit den Angaben zum Zuschneiden!

Tutorial: Wickel-Falttasche

28 Apr

Heute habe ich ein Tutorial für euch! Die Grundidee ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ähnliche Modelle habe ich mehrfach bei Pinterest gesichtet. Ich würde gerne einen Urheber anführen, habe aber nicht herausgefunden wer die Idee zuerst hatte und habe auch keine Anleitung gefunden… Ich war aber so begeistert, dass ich eine eigene Version ausprobieren musste. Und da dachte ich mir, ich mache dabei gleich mal Fotos für euch. Hier ist also ein kleines und hoffentlich feines Tutorial für euch um diese Falttasche zu nähen, die für ‘on the go’ schnell mal gegriffen und in die Handtasche gesteckt werden oder auch einfach so unter’m Arm getragen werden kann.

Dies ist ein sehr schnelles und definitiv Anfänger-geeignetes Projekt! Es eignet sich auch wunderbar als kleines Geschenk, das ihr zum Beispiel für die nächste Babyparty mitbringen könnt. Das Muster ist frei wählbar, man könnte die Tasche auch personalisieren… die Möglichkeiten sind endlos. Noch eine kleine Anmerkung: Die Maße der Tasche passen perfekt auf Größe 3 und Größe 4 Windeln. Für größere oder kleinere Windeln solltet ihr die Höhe der Tasche ändern!

Los geht’s!

Material:

2 Streifen gemusterter Stoff 1 mit den Maßen 4 x 21 inch (10,2 cm x 53,4 cm)

1 Streifen gemusterter Stoff 2 mit den Maßen 3,5 x 21 inch (8,9 cm x 53,4 cm) 

1 Stück Innenfutter mit den Maßen 10,5 x 21 inch (26,7 cm x 53,4 cm)

1 Stück festigendes Bügelvlies (zum Beispiel Vlieseline S320) mit den Maßen 10,5 x 21 inch (26,7 cm x 53,4 cm)

1 Stück aufbügelbares Volumenvlies oder alternativ ein Reststück Quiltvlies (in dem Fall braucht ihr auch noch Sprühkleber) mit den Maßen 10,5 x 12 inch        ( 26,7 cm x 30,7 cm)

ein Stück Klettband

Als erstes näht ihr eure Stoffstreifen zu einem Teil zusammen. Alle Nahtzugaben sind 1/4 inch oder 6 mm.

Nun nehmt ihr euer genähtes Rechteck und bügelt euer festigendes Vlies auf die Rückseite. Es funktioniert auch, wenn ihr mit Resten puzzelt so wie ich es gemacht habe… Es sollten nur nicht zu viele Lagen überlappen.

Wo ihr schonmal am Bügeleisen steht, schnappt euch euer Innenfutter und bügelt das Volumenvlies auf die LINKE Seite eures Stoffes, genau mittig zentriert. Falls ihr – wie ich – Reste von einem Quiltvlies verwendet, könnt ihr es mit Sprühkleber fixieren.

Nun legt ihr eure Vorderseite und das Innenfutter zusammen, rechts auf rechts. Steckt eure Lagen rundherum zusammen.

Näht einmal um drei Seiten herum, lasst eine kurze Seite offen. Vergesst nicht, am Anfang und Ende zu vernähen! Schneidet an den Ecken eure Nahtzugabe zurück, so habt ihr hinterher die schöneren Ecken.

Dreht das Ganze einmal auf rechts. drückt die Nahtkanten nach außen und versucht alles schön in Form zu drücken.

Bügelt einmal über alles drüber. Versucht darauf zu achten, dass das Innenfutter auf seiner Seite bleibt und nicht an den Kanten ‘rüberschaut’.

Schlagt an der offenen Kante die Nahtzugabe nach innen um und bügelt drüber, so dass sie an Ort und Stelle bleibt.

Nun näht ihr einmal über die Kante, nahe am Rand entlang, so dass sich die Öffnung schliesst. Ich habe die Kante auf der anderen Seite ebenfalls abgenäht, damit es auf beiden Seiten gleich aussieht. (Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass ich an einer Seite sogar zwei Nähte habe, weil die erste Naht etwas unsauber war und die Öffnung nicht verschlossen hat.)

Wenn ihr euer Werk umdreht, könnt ihr die Seiten nach innen einschlagen. Ihr könnt das Volumenvlies durch die Schichten fühlen – schlagt jeweils genau an der Kante des Volumenvlies um.

Als nächstes positioniert ihr euren Klettverschluss. Ich habe einen Klettverschluss, der eine Klebeseite hat. Schneidet euch ein Stück zurecht, legt positiv und negativ zusammen und entfernt die Blättchen von den Klebestreifen. Positioniert eine Seite, wo ihr sie gerne haben mögt.

Nun faltet ihr eure Tasche einmal zusammen, so wie sie nachher schließen soll. Drückt den Klett auf der anderen Seite an und zieht danach vorsichtig die beiden Seite auseinander. Achtet darauf, dass sich die beiden Seiten des Kletts nicht wieder lösen.

Nun geht ihr zur Nähmaschine und näht einmal beide Klettstücke rund herum fest.

Fast fertig! Pinnt eure umgeschlagenen Seiten fest. Jetzt näht ihr einmal an den langen Kanten entlang über die gesamte Länge. Näht wieder recht nahe an der Kante mit ca. 1/8 inch oder 3 mm Abstand.

Tadaa! Fertig ist eure neue Wickel-Falttasche.

Ich wünsche euch viel Spass beim Ausprobieren und würde mich sehr über Bilder von euren fertigen Taschen freuen!

Garden Fence Quilt Along: Binding

22 Feb

Wir starten mit dem Binding! Das Binding ist der Rand eures Quilts und bildet den Rahmen eures Designs. Deswegen macht es Sinn, sich auch hier genau zu überlegen, welchen Stoff man wählt. Ich nehme meist eine Farbe, die sich in etwa auch im Quilt wieder findet und meist einen entweder sehr kräftigen oder eher dunklen Ton.

Aus diesem Stoff schneidet ihr euch nun Streifen zurecht, die 2,5 inch bzw. 6,5 cm breit sind. Wie viele Streifen ihr braucht, könnt ihr euch einfach ausrechnen. Ihr müsst damit einmal um den ganzen Quilt rumkommen plus ca. 40 cm.

Ich werde in diesem Posting zwei unterschiedliche Methoden beschreiben um das Binding zu befestigen, einmal per Hand und einmal mit der Maschine. Das Binding per Hand ist die optisch sauberere Methode, die aber auch länger dauert. Per Maschine geht es deutlich schneller. Ich selbst nähe am liebsten per Hand abends vor dem Fernseher, für mich ist das Binding fast einer der schönsten Schritte am Quilten, keine Ahnung warum!

Ihr schnappt euch nun euer Quilt-Sandwich.Hier müsst ihr die Ränder begradigen. Ich nehme dazu ein Maler-Lineal, dass ich meinem Papa gemopst habe, aber ihr könnt ganz einfach euer normales Quiltlineal nehmen. Vielleicht merkt ihr während des Schneidens, dass durch das Quilten die Kanten nicht mehr ganz gerade sind. Es ist nicht schlimm, wenn sie auch nach dem Zuschneiden etwas schief sind, das werdet ihr nach dem Waschen kaum merken. Aber wichtig ist, dass eure Ecken in einem möglichst exakten 90 Grad Winkel geschnitten werden!

Nach dem Begradigen nähe ich nochmal mit einem Zickzack-Stich einmal um den ganzen Quilt herum. So werden die Kanten versäubert und es ist ein kleines bisschen einfacher das Binding anzunähen. Dieser Schritt ist nicht unbedingt notwendig, lasst euren Bauch entscheiden.

Ab hier sind meine Bilder vom Garden Fence Quilt verloren gegangen. Diese Bilder sind während der Arbeit an Tims Quilt entstanden, also bitte nicht wundern!

Euer Quilt-Top könnt ihr nun wieder zur Seite legen und euch eure Streifen schnappen. Diese näht ihr jetzt zu einem langen Band zusammen. Die Nahtzugaben müsst ihr wieder wie gewohnt aufbügeln.

Und ihr könnt direkt am Bügelbrett stehen bleiben! Denn als nächstes müsst ihr das gesamte Band der Länge entlang einmal zur Hälfte falten und den Knick dann gut bügeln. Ich hoffe ihr könnt das im Bild gut erkennen.

Ist das Band fertig gebügelt rollt ihr es zu einer grossen Schnecke auf. Die sieht dann so aus.

Um mir das Befestigen des Bindings zu erleichtern, mache ich mir eine Halskette mit der Schnecke. Dazu fädele ich einfach ein Stück Kordel durch die Mitte und binde sie zusammen. Das kommt dann um meinen Hals und ich habe zum Nähen die Hände für den Quilt frei.

Das Binding legt ihr jetzt an die Kante des Quilts an. Beginnt am besten irgendwo in der Mitte einer Seite und nicht zu nahe an einer Quiltecke. Die offene Seite des Bindings liegt an der Quiltseite an, die gefaltene Kante zeigt nach innen. Ihr könnt das Binding feststecken, ich mache es eigentlich ohne Nadeln.

Nun lasst ihr ca. 5 bis 10 cm des Bindings frei und fangt dann erst an es entlang der Quiltkante festzunähen. Das macht ihr mit einem Abstand von 1/4 inch oder 0,6 mm zur Kante. Man kann es auf dem Bild leider nicht so gut erkennen, aber das Stück Binding hinter dem Nähfuß wird nicht festgenäht sondern bleibt erstmal lose!

So näht ihr nun das Binding fest, bis ihr zur ersten Ecke kommt. Ein paar cm vor der Ecke haltet ihr an und faltet das Binding wie auf den Fotos: Erst nach aussen und ein Dreieck bilden…

… dann einmal komplett umfalten über das Dreieck hinweg…

… und dann die entstehende Dreieckslasche nach unten klappen. Seht ihr die Kante, die entsteht? Die könnt ihr euch auch mit einem Stift markieren falls man sie nicht so gut sieht. Bis dorthin müsst ihr nun weiter nähen, aber nur bis zu dieser Kante! Dort vernäht ihr dann den Faden.

Nachdem ihr den Faden vernäht habt, dreht ihr euren Quilt um 90 Grad, klappt, das Dreieck um und beginnt an der oberen Kante eure neue Naht. Denkt dran, ihr näht 1/4 inch bzw. 6 mm von der Aussenkante des Quilts entlang.

So naeht ihr nun einmal um den gesamten Quilt herum bis ihr an euren Anfangspunkt gelangt. Hier näht ihr genau bis zu dem Punkt wo eure Naht ursprünglich angefangen hat, ihr schliesst also quasi den Kreis. Das restlichen Binding schneidet ihr mit ein paar Zentimetern extra ab und eure beiden übrig gebliebenen Laschen faltet ihr so nach aussen (entschuldigt das schummerige Foto).

Nun faltet ihr den Quilt an der Stelle an dem das Binding sich trifft einmal um und lasst die beiden Laschen überstehen. Wer mag, kann sich an der Kante entlang eine Linie einzeichnen. Meine ist etwas weit nach aussen gerutscht. Sie sollte so nahe wie möglich am Quilt liegen, man soll ihn aber nicht treffen beim Nähen!

Entlang eures Striches näht ihr nun die beiden Laschen zusammen. Am Anfang und Ende eurer Naht das Vernähen nicht vergessen! Kürzt eure Laschen, faltet euren Quilt auseinander und das Ganze müsste dann so aussehen.

Bis hierhin sind alle Arbeitsschritte die gleichen, egal ob ihr per Maschine oder per Hand eurer Binding fertig nähen möchtet. Die nächsten Schritte unterscheiden sich, ich beginne mit dem

Binding per Hand:

Schnappt euch ein paar Haarklammern, legt euer Binding einmal um die Kante rum und heftet es mit den Klammern fest. Das muesst ihr nicht mit dem ganzen Quilt machen, ich mache das immer so für ca. 40 bis 50 cm.

Wenn ihr an eine Ecke kommt, sieht eure erste umgefaltete Seite so aus.

Schnappt euch eine Nadel, fädelt euch euren Faden auf, verknotet das Ende. Beginnt wieder irgendwo entlang einer Seite, nicht in einer Ecke. Zu Beginn müsst ihr hinter dem umgefalteten Binding die Nadel einführen und dann im gebügelten Knick wieder heraus. Ich hoffe das Foto macht dies deutlich.

Wenn ihr den Faden durchgezogen habt, müsste das nun so aussehen!

Als nächstes führt ihr nun die Nadel in den Quilt ein, genau an der Stelle, an der euer Faden aus dem Binding rausgekommen ist. Ihr wollt nur die erste Schicht des Quilt erwischen und nicht ganz durch stechen zur anderen Seite. Unter der ersten Schicht führt ihr eure Nadel ein Stück entlang des Bindings und kommt dann wieder aus dem Quilt raus.

Hier wieder ein Bild wie es aussehen sollte, wenn ihr euren Faden durchgezogen habt.

Nun stecht ihr wieder ins Binding, genau an der Stelle an der ihr aus dem Quilt rausgekommen seid. Ihr führt eure Nadel ein Stück durch’s Bindung durch und kommt dann wieder in der Kante raus.

Und hier seht ihr nun die drei Stiche nebeneinander. Idealerweise sollte man nichts sehen. Wenn man die Naht etwas auseinander zieht (übernächstes Bild), seht ihr wo der Faden quasi zwischen Binding und Quilt hin und her springen. Das Ganze soll eine unsichtbare Naht sein. Das hat auch einen speziellen Namen, ich hab’ es schon unter ‘Slip Stitch’ gesehen. Kennt jemand die deutsche Bezeichnung? Egal wie es heisst, ihr wisst nun auf jeden Fall wie es geht. :)

Wenn ihr an eine Kante kommt näht ihr bis zum Ende…

… und klappt dann die zweite Seite um. An der neuen Seite beginnt ihr dann wieder mit eurer unsichtbaren Naht.

Perfekt ist meine Ecke leider nicht, aber ihr könnt erahnen, wie es aussehen soll. Das macht ihr nun einmal um euren ganzen Quilt herum und: Tadaaaaa!! Ihr seid fertig!!

Kommen wir nun noch zum

Binding mit der Nähmaschine:

Hier gibt es viele unterschiedliche Methoden! Dies ist eine, die ich für einfach und optisch auch annehmbar halte. Das ist aber nur eine persönliche Präferenz. Ihr könnt es natürlich auch gerne auf eine andere Art ausprobieren.

Legt euer Binding zunächst wieder um eure Kante rum. Ihr könnt es auch wieder mit Haarclips feststecken.Dann spannt ihr den Quilt an einer Stelle entlang einer Kante ein und beginnt zu nähen. Eure Naht sollte möglichst nahe an der Kante des Bindings entlang laufen, die zur Mitte des Quilts zeigt.

Eure Naht müsste dann so aussehen. Leider habe ich kein Foto von der Vorderseite gemacht, aber wenn ihr euren Abstand gut halten konntet, dann dürftet ihr auf der Vorderseite nicht in das Binding rein genäht haben. Zusätzlich zu eurem Quiltmuster ist nun noch eine weitere Linien entlang des Bindings quasi als Quiltlinien auf der Vorderseite zu sehen. Wenn ihr an eine Ecke kommt dann geht ihr ähnlich wie beim Nähen per Hand vor, nur dass ihr die zweite Kante schon eher umfaltet und dann direkt auf sie drauf näht. Erst dann dreht ihr den Quilt um 90 Grad und näht weiter.

Und das war’s! Ihr seid nun fertig mit euren Quilts!

Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass es so lange gedauert hat, bis auch dieser letzte Teil des Quilt-Alongs fertig geworden ist. Es war doch deutlich mehr Arbeit, als ich gedacht habe und das Leben ist mir immer wieder dazwischen gekommen. :) Ich habe mich riesig über alle eure Kommentare und Emails gefreut, sei es mit Fragen, Feed-Back und auch Fotos!

Mein Garden Fence Quilt ist ja schon eine ganze Weile in seinem neuen Zuhause. Ich werde versuchen ihn nochmal vor die Linse zu bekommen und vielleicht mache ich dann gleich einen Post, mit Bildern von den Ergebnissen von euch lieben Lesern. Ich würde mich also riieeeesig freuen, wenn ihr mir Bilder von euren Garden Fence Quilts und auch anderen Quilts schickt! Auch Fragen beantworte ich natürlich weiterhin gern, so es denn in meinen Macht steht bzw. ich auch eine Antwort weiss!

Vielen Dank für ‘s Mitmachen! Vielleicht starte ich nochmal einen Quilt-Along mit einem anderen Muster. Beim nächsten Mal muss ich das Vorgehen ja nicht mehr ganz so genau beschreiben, ihr seid ja nun alle Profis. :)

Garden Fence Quilt-Along: Die Rückseite nähen

13 Aug

Heute nähen wir die Rückseite für euren Quilt. Die darf aussehen wie ihr mögt – eine ganz simple Variante wäre z.B. wenn ihr ein Bettlaken verwendet dass ihr mögt oder ein anderes großes Stück Stoff, dass gut zu eurem Quilt passt. Dann müsst ihr noch nicht mal nähen. Oder ihr nutzt verschiedene Stoffe und näht diese wild aneinander – hab’  ich alles schon gemacht.

Für meinen Garden Fence Quilt wollte ich gerne die Reste der Stoffe nutzen, dich ich für die Vorderseite verwendet habe. Und es sollte ein “sauberer” und ordentlicher Look sein. Und natürlich nicht zu kompliziert, denn sind wir mal ehrlich: An diesem Punkt will ich langsam fertig werden!

Erstmal habe ich das Oberteil ausgelegt, damit ich mich an seiner Größe orientieren kann. Die Rückseite sollte an allen Seiten gut 5 cm breiter sein als die Oberseite und am Rand keine wichtigen Details enthalten. Ich habe im ersten Schritt meinen weißen Stoff den ich noch übrig habe auf die Breite des Quilts geschnitten – so hab’ ich schonmal meine untere Hälfte der Quilt-Rückseite.

Im Anschluss habe ich mir die Reste der bunten Stoffe geschnappt und 10 cm breite Streifen zugeschnitten. Die habe ich dann nach Gusto zusammengenäht, so dass die gesamte Bahn etwas breiter als mein Oberteil ist. Der Streifen hat sich dann zur unteren Quilt-Rückseiten-Hälfte gesellt.

Aus dem restlichen Weißen Stoff habe ich mir dann noch die obere Quilthälfte zusammengestückelt – ihr habt evtl. Glück und noch genug am Stück übrig und braucht garnicht stückeln.


Das Ganze wird dann zusammengenäht und Voilà! Eure Rückseite ist fertig. Ihr seht, die Kanten sind nicht ganz begradigt, aber dass ich nicht schlimm. Wir werden nach dem Quilten eh rundherum ein Stück abschneiden.

Das ging schnell, oder? Denkt dran, dass ihr auch bei der Rückseite eure Nähte aufbügelt! Beim nächsten Mal wird dann unser Quilt-Sandwich zusammen gesetzt.

gelayert embosste Geburtstagskarte

17 Mär

Dies ist definitiv eine der aufwendigeren Karten die ich bisher gemacht habe. Aber ich finde den Effekt sooo schön – ich werde es bestimmt nochmal wiederholen. =) Die Idee stammt aus einer Stampin Up! Zeitschrift, die Demos bekommen. Das ganze fuktioniert so:

1. Erst stempelt ihr euch auf weißes Papier ein Hintergrundmotiv – in meinem Fall die Herzchen.

2. Nun stempelt ihr mit Versamark das Medallion (oder ein anderes Motiv eurer Wahl) darüber und streut zügig klares Embossing-Pulver drüber. Mit dem Embossingfön geht ihr als nächstes ans Werk bis das Pulver in Form geschmolzen ist.

3. Nun der letzte Schritt: Mit einem Schwamm oder einer Rolle und entweder einem Stempelkissen oder einer Nachfülltinte wischt/rollt ihr über das ganze Stück Papier und färbt es gleichmäßig ein. Ich habe hier Wildleder benutzt. Ist die Farbe auf dem Papier getrocknet nehmt ihr ein trockenes Tuch und wischt kräftig über das Medaillion. Da das Motiv embosst ist, könnt ihr die braune Farbe einfach abwischen.

Wie gesagt, es ist eher aufwendig, aber der Effekt ist wirklich cool. :)

Und ein letztes Mal: Die Wellenkreisstanze!

7 Feb

Heute zeige ich euch das letzte Blömschen mit dieser wunderbaren Stanze. Es gibt bestimmt noch mehr Möglichkeiten, ich reiche sie nach wenn ich drüber stolpere. =)

Diese Blume ist wohl die komplizierteste von allen, aber keine Angst, wenn man´s einmal durchprobiert hat ist´s halb so wild. =) Ich habe hier eine relativ detaillierte Bildanleitung gemacht, die sollte helfen. Erstmal stanzt ihr euch 4 Kreise. 3 davon faltet ihr so:

Erstmal halbieren:

Dann beide Seiten jeweils bis ca. der Mitte des Halbkreises hochfalten. Das ist schwierig zu beschreiben, ich hoffe man erkennt es auf den Bildern?

Diese hochgefalteten Flügel müsst ihr nun hochkant stellen und aufdrücken – das sind eure Blütenblätter.

Die 3 gefalteten Kreise klebt ihr nun auf den 4ten möglichst gleichmäßig im Kreis. (Entschuldigt den Farbwechsel, ich hatte mich doch für die andere Seite vom Designer-Papier entscheiden und die Faltung einfach umgedreht)

In die Mitte habe ich noch eine Blume aus dem Boho-Blüten-Stanzen-Ensemble geklebt. Diese wird dann nach eurem Geschmack verziert. Die Ecken die an den Seiten rausstehen stören etwas, die könnt ihr wenn ihr möchtet rausschneiden. Schneidet aber nicht zu nahe an der Faltkante, sonst fällt eure Blume auseinander.

Das war´s schon! Leider habe ich kein Foto von der verarbeiteten Blume, da müsst ihr euch noch gedulden… Noch ist das nämlich ein Geheimnis. ;)

Knubbel-Blumen mit der Wellenkreisstanze

6 Feb

2 Blumen habe ich noch für euch. Heute kommt aber erstmal die Knubbel-Blume, wie ich sie liebvoll nenne. =) Man muss nicht unbedingt die Wellenkreisstanze hierfür nehmen, man kann zum Beispiel auch einfach Kreise nehmen, die Boho-Blütenstanze,… Die Möglichkeiten sind unendlich. Mit der Wellenkreisstanze finde ich sie aber besonders schön. Und das beste: Es ist sau-einfach. =)

Für meine Blüte habe ich das Packpapier aus den SU-Sendungen genommen. Falls ihr schonmal ein Päckchen von Stampin Up bekommen habt, dann wisst ihr was ich meine – die ist immer geknuddeltes Packpapier drin, damit nicht alles im Karton hin und her rutscht. Ihr könnt natürlich auch alles mögliche andere benutzen, von normalem Karton bis zu Designerpapier.Je dünner das Papier, desto einfacher.

Ich habe mir erstmal einen Haufen Kreise gestanzt. Bei so dünnen Papier ist es immer einfach, das Papier zu falten und dann immer 2 oder 3 Blüten gleichzeitig zu stanzen, den die Stanzen mögen manchmal dünnes, knitteriges Papier nicht so gerne.

Dann müsst ihr knubbeln! Keine Angst, so richtig schöne kleine Knubbel. Diese dann nachher vorsichtig auseinander nehmen, so dass nichts reißt. Euer Kreis ist dann richtig schön verknittert.

Dann folgt wieder das Schichten und verbinden. ihr könnt wieder Brads, Knöpfe, Strass, Perlen,… benutzen, ganz wie ihr möchtet. Bei mir sieht es so aus:

Ich hab mal ein bisschen gemischt. =) Wenn alles trocken ist geht´s an´s “Auffluffen” – die Bütenblätter müsst ein ein bisschen in Form rüschen. So ist meine Ergebnis:

Mit dieser Blume habe ich wieder eine Karte gestaltet. Jenni aktuelles Kartenlayout hat mir so gut gefallen, dass ich es gleich liften musste. Danke, liebe Jenni, für die regelmäßige wunderbare Inspiration! Und hier ist mein Ergebnis:

So, und eine Blume hab´ ich noch – die kommt dann morgen oder so…

Blume Nummer 3 mit der Wellenkreisstanze

4 Feb

Bald hab´ ich einen ganzen Blumenstrauß zusammen. =) Heute geht´s weiter mit den Blumengrüßen. Ich habe wieder ein paar Designer-Papier Reste verwertet und für diese Blume braucht man auch garnicht viel – 2 Kreise reichen. Ihr könnt auch einfachen Farbkarton nehmen, er sollte nur nicht all zu fest sein – der von Stampin Up funktioniert super.

Ihr fangt an, indem ihr die Kreise falzt – immer von einer Ecke zwuschen 2 Wellen zu der auf der gegenüberliegenden Seite. Einmal rum, um den ganzen Kreis. Dann schneidet ihr eine dieser Linien bis zur Mitte ein. Und nun geht´s an´s falten: Faltet immer abwechselnd rauf und runter, im Ziharmonika-Stil. Auf dem Bild kann man es gut erkennen.

Wichtig: Am besten fangt ihr an, in dem ihr RUNTER faltet – so sieht die fertige Blume ein bisschen gleichmäßiger aus, denn beim Zusammenkleben stehe nicht 2 Blätter nach oben ud bilden kein “Dach”. Ist schwierig zu erklären, probiert´s einfach aus.

Das Falten macht ihr mit beidne Kreisen, die Enden klebt ihr einfach zusammen. In die Mitte kommt wieder die Dekoration eurer Wahl, ich habe mich wieder an meinem Brad-Fundus bedient. =) Auf dem Bild seht ihr übrigens was ich meine mit dem Falten. Ich habe falsch herum gefaltet, also die ersten Nut nach oben gefaltet. oben links und unten rechts könnt ihr sehen wie die 2 BLütenblätter rausstehen anstatt ein Dach zu bilden?

Und diese Karte hier habe ich mit der Blume gezaubert – eigentlich so wie die letzte nur hochkant. Wieder ein Kärtchen für jede Gelegenheit. =)

Herzchen gefällig?

3 Feb

Heute mal keine Blume mit der Wellenkreisstanze. Keine Sorge, ein paar mehr habe ich noch für euch. Heute wird es aber herzig. Dank eines tollen Tips von Frau Klitzeklein habe ich nämlich entdeckt, dass man auch wunderbare Herzen mit der Wellenkreisstanze machen kann. Wie? So:

Hier habe ich einen Rest Patterned Papier in hübsche kleine Herzchen verwandelt. Ein bisschen farblich passenden Farbkarton, Dimensionals und ein kleiner Stempel und Voilá! Fertig ist die erste Valentinskarte der Saison. :)

Und weil es soviel Spaß gemacht hat, so einfach ging und ich finde, dass diese Karte auch für andere Gelegenheiten durchaus nutzbar ist, habe ich gleich noch ein paar mehr gemacht.

Probier es aus! Ich suche gleich noch ein paar Designer-Papier Rest raus… Bis morgen!

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