Heften

Bevor es mit dem eigentlichen Quilten los geht, werden die beiden Seiten des Quilts zusammen mit dem Innenvlies geheftet. Das kann man entweder mit Sicherheitsnadeln oder mit einem temporären Stoffkleber machen. Ich habe bereits beides ausprobiert. Beides funktioniert gut und beides hat seine Vor- und Nachteil.

Sicherheitsnadeln:

+ die Nadeln sind immer wieder verwendbar, man investiert also nur einmal

+ durch die Wiederverwendbarkeit ist es auch umweltfreundlicher

- Das Heften dauert länger  und auch beim Quilten muss man immer wieder anhalten und die Nadeln rausnehmen.

Spray:

-  Teurer, weil es immer wieder nachgekauft werden muss.

+ Das Heften geht schneller.

+ Durchgängiges Quilten möglich.

- Die Nadel kann verkleben und muss zwischendurch gereinigt werden.

Diesen Kleber benutze ich zur Zeit, der ist super. Ich habe auch schon Sprühfixierer von Prym benutzt, der ist auch gut. Wenn ihr Nadeln benutzt, dann braucht ihr VIELE, und am besten die Gebogenen. Diese hier hab’ ich, allerdings im Grosspack. Ich brauche bestimmt so 50 bis 150 Stück pro Quilt, je nach Quiltgröße.

Egal welche die Methode eures Herzens ist, ihr beginnt zunächst damit euch ein Stück freien, sauberen Boden in eurer Wohnung zu suchen. Teppich ist nicht so gut, am besten ist Laminat/Holzdielen oder Fliesen – also eine möglichst glatte Fläche. Mein Boden der Wahl ist in der Küche, denn hier hab’ ich schön viel Platz. Ich hefte irgendwie immer abends, am liebsten mit einem Glas Wein in der Hand (während Schwangerschaft und Stillzeit auch durch ein Glas Kirschschorle ersetzbar…). Entschuldigt die nicht so guten Fotos – das liegt nicht an dem an dem Abend konsumierten Wein (glaube ich zumindest…) sondern an dem fehlenden Sonnenlicht. Ich hoffe ihr könnt etwas erkennen.

Ihr legt eure Quilt-Rückseite  mit der linken Seite nach oben (also die schöne Seite nach unten) möglichst glatt auf dem Boden aus. Dann klebt ihr die Ecken und Seiten mit etwas Malerkrepp am Boden fest. Achtet darauf, dass ihr den Stoff dabei ganz leicht spannt (wirklich nur ganz, ganz leicht!) und so klebt, dass er so glatt wie möglich liegt.

Auf eure Rückseite wird jetzt das Vlies ausgelegt. Auch hier müsst ihr wieder ganz glatt auslegen. Fangt an einer Seite an und glättet diese dann zur anderen hin aus. Mein gekauftes Stück Vlies war größer als mein Quilt, daher habe ich nach dem Glattstreichen noch ein Stück abgeschnitten.

Falls ihr ein Spray benutzt, müsst ihr nun das erste Mal kleben.  Falls nicht, könnt ihr diesen Absatz direkt überspringen und beim nächsten Absatz weiter lesen! Leider habe ich keine Bilder vom Sprüh-Heften für euch, da ich hier die Nadel-Methode benutzt habe. Ihr klappt das Vlies an einer langen Seite ca. zur Hälfte um und sprüht den Kleber gleichmäßig auf die am Boden festgeklebt Rückseite des Quilts. Dann klappt ihr das Vlies vorsichtig zurück, achtet wieder darauf, dass sich keine Falten bilden. Falls notwendig, löst das Vlies an den entsprechenden Stellen wieder vorsichtig von der Rückseite und legt es neu auf. Danach verkehrt ihr mit der anderen Vlies-Hälfte genauso, bis das Vlies komplett an der Rückseite befestigt ist.

Im nächsten Schritt wird nun die Vorderseite auf das Vlies gelegt. Auch hier wieder so glatt wie möglich, streicht einfach den Stoff gleichmäßig nach allen Seiten aus.  Ihr seht hier sehr gut, dass sowohl das Vlies als auch die Rückseite an allen Seiten gut 5 bis 10 cm größer ist als die Quilt-Vorderseite. Das muss so sein!

Solltet ihr die Sprüh-Methode verwenden, verfahrt ihr nun genauso mit der Oberseite wie ihr es mit dem Vlies gemacht habt, und klebt die Vorderseite am Vlies fest. Habt ihr das getan, seit ihr auch schon fertig und könnt mit dem Quilten loslegen!

Habt ihr die Nadelmethode gewählt, dann müsst ihr nun noch ein bisschen Arbeit leisten. Nehmt eure abgerundeten Sicherheitsnadeln und heftet eure drei Stofflagen Stück für Stück zusammen. Die Nadeln sollten nicht zu weit voneinander entfernt sein, denn das erhöht das Risiko, dass sich beim Quilten Falten bilden. Idealerweise sollte eine Nadel alle 15 cm gesetzt werden, teilweise auch enger. Es hilft sehr, sich am Muster des Quilts zu orientieren und sich ein Muster zu überlegen, nach dem man die Nadeln aufteilt. Ich habe jeweils eine Nadel in die Mitte des Blocks und je eine an alle vier Ecken gesetzt. Kleiner Tip: Mit Hilfe eines Löffels lassen sich die Nadeln ein bisschen fingerfreundlicher schliessen!

Zum Schluss entfernt ihr den Malerkrepp und: Tadaa!

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