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Wochenrückblick: Dies und Das

22 Mär

Pfew. Was für eine Woche. In der knapp bemessenen Kreativzeit drehte sich mein Kopf hauptsächlich um die Herausforderungen der kommenden Woche. Ich habe nämlich die große Ehre, wieder eine Hochzeitstorte backen zu dürfen für eine ganz liebe Freundin aus Uni-Zeiten! Die Hochzeit ist am kommenden Samstag, mit dem Backen beginne ich am Mittwoch Abend. Die Torte wird dreistöckig, mit einer Schwarz-weißen Schokotorte unten, in die Mitte kommt ein Bananenkuchen mit Frischkäsefrosting und oben krönt dann das (hoffentlich) Meisterwerk eine Himbeere Sahne Torte.

Dieses Wochenende habe ich schon Vorarbeiten gemacht, wie Fondant einfärben, das Cake Board, das als Basis dient einzudecken und Ganache herzustellen. Ich hoffe es geht nichts schief und dem Brautpaar gefällt und schmeckt das Ergebnis!

So ganz ohne Stoff konnte ich dann doch nicht, hauptsächlich vergangenen Sonntag durfte ich ein paar Stündchen vor mich hin nähen. Himmlisch! Momentan arbeite ich ‘nur’ an WIPs, spiele mit Scraps und kriege irgendwie nichts fertig. Oben seht ihr z.B. meine bisherigen Blöcke zum Rocky Mountain Puzzle Quilt, den die fleißigen Bee`nchen aus meiner ersten Bee für mich genäht haben. Sind sie nicht toll geworden?? Ich komme nur leider hier selbst kaum weiter mit den noch fehlenden Blöckchen. Das ist frustrierend, nach der Tortenwoche muss ich unbedingt mal ein Projekt zuende arbeiten!

Wonky Diamonds Quilt Along: Die Blöcke!

9 Aug

Und? Seid ihr fertig mit dem Zuschneiden? Liegt euer Papier bereit? Dann lasst uns loslegen!

Für jeden Block braucht ihr 1 Stück Papier, 1 roten Streifen, 2 blaue, 2 graue und 2 weiße Streifen.

Startet damit, eure Nähmaschine auf eine kleinere Stichlänge einzustellen, ich wähle hier immer die Einstellung 1,5. Das ist wichtig, da ihr das Papier so besser perforiert und zum einen später besser entfernen könnt, zum anderen bleibt euer Block beim Entfernen besser in Form.

Nun schnappt ihr euch euren roten Streifen und faltet ihn an beiden Enden einmal in der Mitte, so dass eine kleine Falte entsteht.

Nehmt einen Klebestift (es sollte ein wasserlöslicher sein!) und tragt in beiden Ecken des Papiers ein kleines bisschen davon auf. Ich hab’ die Stelle mal mit einem Kreuz für euch markiert. Ein klitzekleines bisschen Kleber reicht schon.

Danach klebt ihr euren roten Streifen auf. Er soll möglichst mittig liegen, ihr könnt eure Falten im Stoffstreifen an den Ecken des Papiers ausrichten.

Nun schnappt ihr euch den ersten Streifen, der neben eurem roten Mittelstreifen platziert werden soll, bei mir ist dieser grau. Legt ihn mit der rechten Seite nach unten auf euren roten Streifen. Dabei werden die Kanten nicht genau aufeinander gelegt, sondern leicht schief – ihr seht wie ich es im Bild gemacht habe. Wie weit ihr den Streifen nach innen setzt, ist euch überlassen. Ich habe es nach Gefühl gemacht und bei jedem Block ein bisschen anders. So sind meine Blöcke alle unterschiedlich geworden und der ‘Wonky-Look’ wird betont.

Übrigens: Keine Lust auf ‘Wonky’ Diamonds? Dann legt eure Streifen einfach gerade an. So erhaltet ihr zum Schluss einen klassischen String Quilt!

Außerdem ist noch wichtig, dass ihr Folgendes beachtet:

Seht ihr, dass ich an den Enden des grauen Streifens Pfeile markiert habe? Diese Pfeile markieren den Start bzw. das Ende eurer Naht und befinden sich 1/4 inch bzw. 6 mm (also eure Saumzugabe) von der langen Kante entfernt. Damit eure Streifen auch nachher das komplette Quadrat abdecken, darf diese Stelle beim drauf legen nicht innerhalb des Quadrats liegen. Ich dürfte den grauen Streifen also  nicht noch deutlich weiter nach innen ziehen, weil dann wäre die markierte Stelle innerhalb des Papierquadrats. Ich hoffe das ist verständlich? Falls nicht, probiert es mal mit ein paar Stoffresten aus, nach dem Bügeln seht ihr dann, was ich meinem mit ‘das ganze Quadrat bedecken’.

Legt euren kleinen Stapel bestehend aus Papier und den 2 Stoffstreifen unter eure Nadel in der Nähmaschine und näht nun die ganze lange Kante des grauen Streifens entlang mit einem 1/4 inch bzw. 6 mm Nahtzugabe.

So soll das dann nachher aussehen!

Macht das Gleiche nochmal auf der anderen Seite. Ich habe darauf geachtet, dass die Streifen immer in der gleichen Ecke des Quadrats nach innen versetzt werden.

Jetzt kommt ein Zwischenschritt, der optional ist. Die überstehenden Stoffstückchen des roten Streifens habe ich abgeschnitten, da man sie sonst ganz leicht durch den grauen Stoff durchschimmern sehen konnte. Ihr könnt euch eure Stoffe mal ansehen an diesem Punkt und entscheiden ob es euch stört oder nicht. Der nächste Schritt muss also nicht sein, mir war das Durchschimmern aber zu deutlich bei meiner Stoffkombi. Bei den regulären String-Quilts muss dieser Schritt nicht gemacht werden, ich habe es nur bei meinem Wonky-Diamonds Quilt hinzugefügt.

Wenn ihr euer Papierquadrat umdreht, seht ihr eure ersten zwei Nähte.

Faltet das erste durch die Naht gebildete Dreieck nach innen um.

Dreht euren Block wieder um, so dass eure Stoffstreifen ob liegen. Legt den grauen Streifen nach Innen um.

Nun legt ihr euer Lineal an der grauen Kante an und könnt das überstehende Stück roten Stoff mit eurem Rollschneider abschneiden.

Tadaa! Kein störender Rest mehr dran. Wiederholt diesen Schritt auf der anderen Seite.

Im Anschluss geht es Richtung Bügeleisen. Dreht euren angefangenen Block mit dem Stoff nach oben auf das Bügelbrett und legt eure Stoffstreifen nach außen um, so dass die rechte Seite von allen Stoffen nach oben zeigt. Drückt die äußeren Streifen schonmal mit den Händen an der Naht entlang nach außen und geht anschließend mit eurem Bügeleisen drüber, so dass eure Naht möglichst glatt und sauber wird. Achtung: Benutzt KEINEN DAMPF, denn sonst kann sich das Papier verziehen.

Und nun könnt ihr euch auch schon die nächsten Streifen schnappen und eure Arbeitsschritte wiederholen. Bei mir steht türkis als nächstes auf dem Programm!

So sollte euer gebügelter Block aussehen, nachdem Streifen 4 und 5 angenäht wurden.

Und so sieht er aus, wenn alle Streifen festgenäht sind!

Und jetzt kommt mein Lieblingsschritt, denn gleich könnt ihr euren Block in ganzer Pracht bewundern. Dreht euren Block, um so dass das Papier nach oben zeigt.

Legt euer Lineal an der ersten Seite an und schneidet den überstehenden Stoff mittels Rollschneider ab. Wiederholt dies für alle 4 Seiten.

Dreht euren Block um und Voila! Fertig ist der erste Block eures Wonky Diamond Quilts!

Ich lagere meine Blöcke immer erstmal mit dem Papier, da sie so nicht so empfindlich sind was das Handling angeht. Sobald das Papier ab ist, verziehen sie sich schnell wenn man sie unvorsichtig hin und her bewegt. Erst wenn alle Blöcke fertig sind und ich sie zusammen setze, entferne ich das Papier. Dazu fangt ihr außen an, knickt das Papier einmal entlang der Naht um und zieht dann vorsichtig den Papierstreifen ab. Am besten zieht ihr das Papier nicht nach oben sondern zur Seite weg (so wie bei Compeed Pflastern – kennt ihr die?), so werden eure Nähe noch etwas mehr geschont.

Noch ein kleiner Hinweis: Das Nähen mit Papier strapaziert eure Maschinennähnadel sehr, sie wird schnell stumpf. Für das nächste Projekt unbedingt eine neue Nadel verwenden!

So, und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß! Falls ihr Fragen habt, gilt wie immer: Meldet euch einfach!

Garden Fence Quilt Along – die Ergebnisse!

15 Jun

Bevor wir mit der nächsten Runde starten, möchte ich euch noch wie schon lange versprochen ein paar Bilder der Quilts zeigen, die beim Garden-Fence-Quilt-Along entstanden sind! Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie aufgeregt und begeistert ich über jede einzelne E-Mail war, die von euch gekommen ist, egal ob Fragen, Anregungen, Lob oder Fotos, es ist so schön eine Rückmeldung zu bekommen. Und eure Quilts sind so toll geworden! Unglaublich was für eine Vielfalt entstanden ist und was für wunderbare Kunstwerke jetzt bei euch oder euren Lieben wohnen dürfen.

Hier sind nun ein paar der wunder-wunderschönen Quilts, die von fleißigen Leserinnen gemacht wurden!

Der erste stammt von Christina, über deren liebe Kommentare ich mich oft freuen darf. Ich habe sie glaube ich sehr angesteckt, ihr armer Mann mag mich bald nicht mehr. Ich liebe die Lila-Grün Kombi!

Dieser hier stammt von Alexa – ist er mittlerweile schon zusammen gebaut? Sie hat auch so schöne Stoffe ausgesucht und ihr könnt gut sehen, was ich bezüglich der unterschiedlichen Wirkungen durch die Farbwahl meine, oder? Ich bin sehr gespannt auf das Endergebnis!

Dieser Quilt stammt von Kati, sie hat ihn in Rekordzeit zusammen genäht. Ich LIEBE diese Stoffkollektionen und jetzt, nachdem ich sie in diesem Quilt gesehen habe, werde ich sie mir leider definitiv zulegen müssen. Kati ist übrigens das perfekt Beispiel dafür, dass man so einen Quilt auch nähen kann, wenn man nur ganz wenig Näherfahrung hat. Sie hatte vorher wirklich noch nicht viel genäht, nur ein paar ganz kleine Projekte und schaut euch an, wie unglaublich toll dieser Quilt geworden ist! Also alle, die noch zögern: Traut euch!!

Hier seht ihr das wunderbare Ergebnis von Nele. Auch sie ist voll infiziert und näht einen wunderschönen Quilt nach dem anderen. Ich freue mich sehr über deine Emails Nele, ob mit oder ohne Bilder!

Und hier der Quilt von Daniela. Auch dieser hat so eine wunderbar frische Frühlingsfarbe. Sie hat ein sehr bauschiges Vlies benutzt und ich mag die Optik des leicht puffigen Effekts sehr. Das werde ich bei einem Babyquilt bald auch mal ausprobieren.

Und zuletzt jetzt noch die Bilder meines eigenen fertigen Quilts, der nun schon eine ganze Weile auf dem Bett meiner besten Freundin wohnt. Entschuldigt die Qualität, es sind leider nur Handy-Bilder die bei meinem letzten Besuch dort entstanden sind.

Und zum Schluss nochmal eine dickes Dankeschön an alle die mitgemacht haben! Ich freue mich, dass ich ein paar Mädels infizieren durfte. Wer dies liest und den Quilt-Along gerne nun nachträglich nähen möchte: Nur zu! Bei Fragen könnt ihr euch gerne jederzeit bei mir melden.

So, und nun gehe ich weiter an den Postings für den nächsten QA schreiben… ;)

Update Lucky Stars Block of the Month

13 Jun

Schon vor einer Weile habe ich diese drei Blöcke des Lucky Stard Block of the Month Clubs fertig gestellt. Ich bin mittlerweile schon wieder in Verzug, 2 oder 3 Anleitungen warten hier auf meine Aufmerksamkeit. Ich bin so froh, dass ich mich für diesen Club dieses Jahr angemeldet habe, das hat mir das Paper Piecing näher gebracht und ich merke, wie viel Spass es mir macht. Und so schübchenweise Stück für Stück einen Block für einen Quilt fertig nähen, das hat schon was.

Der letzte Block gefällt mir nicht so gut, die Stoffauswahl passt nicht. Vielleicht werde ich den nochmal neu machen.

Neugierig auf Paper Piecing? Ich kann ich den Club sehr empfehlen, die Anleitungen sind super und wer englisch versteht, der wird auch als Anfänger damit zurecht kommen. Ja, es erfordert schon etwas Geduld, aber wenn man es einmal verstanden hat, wird man ratz fatz süchtig.

Oder mögt ihr lieber etwas einfacher starten? Dann schaut in den nächsten Wochen immer mal wieder vorbei, denn im nächsten Quilt Along machen wir quasi ‘Paper Piecing light’ – definitiv Paper-Piecing-Anfänger und auch Quillt-Anfänger tauglich. Ja, richtig gelesen, es wird einen weiteren Quilt-Along geben. Ich schreibe derzeit an den ersten Artikeln. Ich hoffe wir können bald los legen. Bis bald!

Neu sortiert und WIP Fortschritte!

19 Apr

Huhu! Da bin ich wieder. Fällt euch etwas auf? Ich habe ein bisschen Freizeit im Urlaub dazu genutzt, um hier mal ein bisschen umzuräumen. Guckt mal da oben rechts – genau, es gibt jetzt Quilt Tutorials! Ich habe die Artikel zum Garden Fence Quilt Along mal gesichtet und aus den ganzen Anleitungen versucht, allgemeine Tutorials zum Thema Quilting zu machen. Für die unter euch, die dem Garden Fence Quilt Along gefolgt sind sind diese zum grössten Teil nichts Neues. Wobei ich schon ein paar Dinge ergänzt habe um Fragen zu beantworten die während des Quilt-Alongs aufgetaucht sind oder auch meine Erfahrungen seitdem und daraus resultierende Tips. Habt ihr Lust, das Quilten mal auszuprobieren? Dann schaut mal vorbei!

Wieder zuhause aus dem Urlaub haben wir hier erstmal mit einem Schnupfen gekämpft. Also erstmal Emma und dann ich. Die arme Maus hat sich nachts angehört wie Darth Vader… Seit ein paar Tagen ist sie wieder auf dem Damm und spielt fröhlich vor sich hin und hat nur Quatsch im Kopf. Für Mama (also mich) heisst das, dass ich mir hier und da 20 min mit meiner Nähmaschinen stehlen kann! Ich habe sie schmerzlichst vermisst im Urlaub und bin mit neuem Elan zurück gekommen für alle meine WIPs. Der Stapel wird langsam bedenklich hoch und den Schrank kriege ich kaum noch zu. Im Sinne des Frühjahrsputz arbeite ich diese also gerade ab.

Und ich habe auch schon die ersten Erfolge zu melden! Das Quilt-Top ‘On a Whim’ ist fertig! Ich war Anfang der Woche auch schon bei IKEA um dort den perfekten Stoff für die Rückseite zu kaufen – natürlich war er gerade ausverkauft. Grrr. Blöd, wenn man immer so ausgebremst wird. Ich hoffe nächste Woche ist er wieder da, ich will nämlich endlich weiter machen. Bis dahin zeichne ich schonmal die Quilt-Linien an – ich plane ein recht aufwändiges (für mich) Freihand-Quilting… Ich hoffe das geht nicht schief. Und arbeite an weiteren WIPs!

 

Garden Fence Quilt-Along: Quilten

17 Dez

Ich möchte an dieser Stelle nochmal erwähnen, dass ich die Weisheit natürlich nicht mit dem Löffel gegessen habe und dies alles nur auf meinen Erfahrungen beruht und beschreibt, wie ich arbeite. Und ich bin kein sehr erfahrener und routinierter Quilter! Manch einer mag ob meiner ‘Tips’ die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Ich freue mich über jeden Hinweis oder Tip in den Kommentaren! Wie gesagt – so wie ich es beschreibe funktioniert es für mich – es gibt auch noch viele andere Wege ans Ziel zu kommen.

Bald haben wir es geschafft! Euer gehefteter Quilt schaut ja schon nach richtig was aus.

Das Quilten ist ein Schritt, der langwierig sein kann – je nachdem welches Quiltmuster ihr euch überlegt. Je mehr Linien ihr quiltet, desto

- länger dauert es,

- ‘puckeriger’ wird euer fertiger Quilt (so wie es traditionell meist gehandhabt wurde/wird) – er kriegt also mehr Struktur anstatt ganz glatt zu sein nach dem Waschen,

- fester wird euer Quilt. Quiltet ihr also in größeren Abständen, dann ist der Quilt weicher und weniger griffig.

Wofür ihr euch hier entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache. Ich selbst mag mittlerweile beides und am besten gemischt. Arbeitet man zum Beispiel hauptsächlich mit engen Quiltlinien und spart aber bestimmte Muster aus, treten diese sehr schön hervor. So kann man sein Design nochmal richtig in Szene setzen. Ich werde euch in Zukunft mal Quilts zeigen, wo dieser Effekt zu sehen ist.

Neben der Dichte der Quiltnähte muss man sich auch überlegen, ob man Freihand-Quilten möchte oder mit Führung. Ich werde euch hier nur zeigen, wie es mit Führung funktioniert. Ich habe lediglich einmal Freihand-gequiltet und mir fehlt einfach die Erfahrung um hier Tips geben zu können. Hier aber noch ein paar generelle Infos:

Quilten mit Führung:

Das hört sich ganz wichtig an, gemeint ist aber das ganz normale Nähen, bei dem die Nähmaschinenfüßchen unter dem Nähfuß den Stoff transportieren und führen. Das ist bei allen Nähmaschinen als Grundeinstellung einfach so gegeben. Nachteil dieser Methode ist, dass der Stoff immer nur von vorne nach hinten transportiert wird und ihr den Quilt drehen müsst, wenn ihr die Richtung wechseln möchtet.

Freihandquilten:

Hier werden die unteren Führungsfüßchen der Nähmaschine abgesenkt. Nicht jede Maschine kann das! Schaut in der Gebrauchsanleitung eurer Nähmaschine nach, falls ihr es mal ausprobieren wollt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass ihr nun in alle Richtungen nähen könnt, denn eure Hände bestimmen wie schnell und wohin der Stoff bewegt wird. Dies bedarf einiger Übung, daher habe ich mich für den Anfang dagegen entschieden. Wenn man einmal dabei ist macht es aber durchaus Spass und man hat unendlich viele Möglichkeiten an Quiltmustern!

Habt ihr euch für ein Muster entschieden? Dann geht’s los!

Ich starte meist damit, mir Linien auf den Quilt zu zeichnen, die mir helfen, dem Muster zu folgen. Das sind dann entweder Linien denen ich genau Folge oder aber auch manchmal Linien, von denen ich 1/4 inch links oder rechts davon oder auch beides quilten möchte – das geht dann mit Hilfe der 1/4 inch-Fuss. Für das Zeichnen auf dem Quilt gibt es viele Stifte zu kaufen, die auch spätestens nach dem Waschen wieder raus sind. Leider sind die sehr teuer und auch schnell ‘leer’. Deswegen bin ich mittlerweile teilweise dazu übergegangen, Bleistift oder sogar Kugelschreiber zu verwenden. Kugelschreiber allerdings (noch) nicht auf Quiltvorderseiten, das habe ich mich noch nicht getraut. Ich traue es mich fast nicht zu schreiben und für diesen Tip übernehme ich auch keine Gewähr… Bisher ist bei mir Kugelschreiber immer aus allem rausgegangen nach dem Waschen und Bleistift sowieso – es liegt aber bei euch, ob ihr das riskieren wollt!

Ich habe diesen Quilt sehr einfach gequiltet, mit simplen diagonalen Linien. Eigentlich wollte ich ursprünglich noch einmal in die andere Richtung diagonal quilten um ein Rautenmuster zu bekommen – aber mir hat es nach der Hälfte so gut gefallen, dass ich es gelassen habe. Für die Linien habe ich mich an Referenzpunkte der Blöcke gehalten. Im Foto kann man das vielleicht erkennen. Ihr könnt aber natürlich eurer Fantasie freien Lauf lassen!

Nun geht es aber an die Maschine. Erstmal müsst ihr eure Fadenspannung richtig einstellen. Ätzend ist das, ich weiss. Ich hasse es an diesen Einstellungen rumzuspielen. Aber es muss leider sein, zumindest bis ihr einmal die richtige Einstellung für’s Quilten gefunden habt. Dazu macht es Sinn, sich ein Probestück zusammen zu heften – einfach ein Stück eures Vlies nehmen, oben und unten Stoffrest drauf und damit üben. Dann müsst ihr auch keine Nähte auftrennen auf eurem schönen Quillt! Spielt mal mit eurer Spannung und verschiebt sie hin und her, bis eure Naht von oben und unten gut aussieht. Der Faden von der jeweils anderen Seite darf beim Nähen nicht durchgezogen werden. Wenn das klappt dann ist es richtig. Noch ein kleiner Tip: Ich muss meine Maschine immer einmal ausstellen, bis sie eine Veränderung auch annimmt. Also: Rädchen drehen, Maschine aus, Maschine an und ausprobieren. Bei Bedarf wiederholen.

Wer kann, sollte einen Transportfuss verwenden, das macht das Ganze deutlich einfacher und der Quilt flutscht besser durch. Es geht aber auch ohne.

Das Quilten startet man nach Möglichkeit in der Mitte des Quilts und arbeitet sich dann nach aussen vor. So kommt es zu möglichst wenig Knubbeleien im Quilt und er schlägt hoffentlich wenig Wellen die dann in vernähten Falten resultieren. Damit der Quilt auch möglichst einfach durch den Arm passt, also durch den Raum rechts von eurer Nadel, rollt man ihn sich zusammen, damit er leichter zu händeln ist. Ich habe das so gelöst.

Da der Quilt recht gross ist, und damit sein Eigengewicht den Quilt nicht nach rechts und links zerrt und das Führen noch schwieriger macht, habe ich mir die ‘Wurst’ beim Quilten über die Schulter gelegt. Ihr könnt ja mal ausprobieren, wie es für euch am besten funktionert.

Jetzt starten wir aber: Beginnt eure Naht immer ausserhalb eurer Vorderseite und näht dann von dort auf den Quilt drauf. So habt ihr keine losen Fäden auf der Oberfläche.

Und dann geht’s los! Näht bis eure Maschinen glüht und dann noch ein bisschen mehr. Wenn ihr auf eine Sicherheitsnadel stosst, dann haltet kurz an um sie zu entfernen und dann geht’s direkt weiter. Ich versuche mit meinen Händen den Stoff etwas zu spannen und den Quilt eigentlich nur zu halten, so dass sein Gewicht ihn nicht in die ein oder andere Richtung zerrt. Das Nähen bzw. Transportieren versuche ich der Maschine zu überlassen, so werden die Nähte gleichmäßiger. Und ganz wichtig: Seid nicht so streng mit euch. Ich schaffe es NIE, dass meine Linien richtig gerade und sauber werden. Ist im Endeffekt aber ganz egal, das werdet ihr im fertigen Quilt nicht sehen, bzw. müsstet eure Nase dran halten und suchen um die Stellen wieder zu finden. Näht drauf los und habt Spass daran, das Ergebnis wird so oder so toll werden!

Und wenn ihr allen euren Linien gefolgt seid – dann seid ich schon fertig! Leider habe ich vergessen ein Foto von dem gequilteten Zwischenprodukt zu machen, ich hoffe ihr verzeiht. Bald gibt’s aber fertige Bilder, dann seht ihr das Muster nochmal im Ganzen.

Falls ihr Fragen habt, meldet euch einfach! Ich wünsche euch viel Spass!

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