Hochzeitstag-Torte – die Entstehung

1 Sep

Erstmal danke für eure lieben Kommentare! Bisher habe ich rausgelesen, dass ich euch mehr Anleitungen wünscht. Gerne! Da versuche ich heute direkt mal mit anzufangen – sozusagen. =) Wer noch keinen Kommentar hinterlassen hat: Schnell rüber hüpfen, es gibt etwas zu gewinnen!

An meinen Versuch, unsere Hochzeitstorte in Törtchenform nachzubacken könnt ihr euch noch erinnern? So sah das Ergebnis aus:

Und ich kann gar nicht genug vom Rezept schwärmen! Sie war wirklich sau(‚tschuldigung)-lecker! Mein ganzer Dank gilt dabei Monika, der Tortentante. Mit den tollen Anleitungen und den wunderbaren Rezepten die sie ganz kostenlos auf ihrem Blog zur Verfügung stellt wird das Backen zum Kinderspiel. Alles was man braucht ist das richtige Werkzeug und ein bisschen Zeit und Geduld. Es ist zwar immer eine Menge Arbeit so eine Torte zu machen, aber es lohnt sich! Beim Backen habe ich meinen Fortschritt samt Zeitplan dokumentiert ein bisschen dokumentiert (natürlich merke ich wie immer erst beim schreiben, dass doch das ein oder andere Foto fehlt – das tut mir leid und wird bei der nächsten Torte nachgeholt!) und wollte euch hier mal Stück für Stück zeigen wie so eine Kalorienbombe entsteht:

Tag 1 (Dienstag): Nach der Arbeit schnell nach Hause düsen und mit den bereits besorgten Einkäufen einen Rührkuchen backen. Ich habe einen Eierlikörkuchen nach Monikas Rezept gebacken (sehr lecker-schmeckt auch nicht zu stark nach Eierlikör!) und auch gleich ihre Hubbelfrei-Methode mit Alufolie und Küchenpapier angewendet. Bei mir wurde es leider nicht ganz hubbelfrei – ich glaube mein Küchenpapier war nicht feucht genug. Ich habe eine 26er Springform benutzt und nur einen Kuchen gebacken – das reicht, wenn der Kuchen gefüllt wird!

Tag 2 (Mittwoch): Nachdem der Kuchen einen Tag geruht hat (laut Monika lässt er sich dann besser weiter verarbeiten) wird er nun gefüllt. Dazu habe ich erst die Fülllung nach diesem Rezept für ihre Himbeer-Joghurt Füllung gemacht. Genial lecker! Allerdings bekommt ihr hier schon eine ordentliche Portion Füllung zusammen – gut die Hälfte hätte für meinen Kuchen gereicht.Anschließend habe ich dann den Eierlikörkuchen zurecht geschnitten und mit dieser Methode befüllt. Dabei habe ich den Tortenring auf 20 cm gestellt, hatte also einen recht dicken (3cm) Rand. Zum Schluss habe ich noch schnell weiße Schokoladenganache gemacht um sie bis zum nächsten Tag schonmal abkühlen zu lassen.

Kleiner Tip: Da ich den Rest der Füllung nicht wegschmeißen wollte, habe ich ihn mit Resten vom Eierlikörkuchen in Gläser geschichtet und hatte ein leckeres Instant-Dessert. 🙂

Tag 3 (Donnerstag): heute ist nicht so viel zu tun – der Kuchen ist schön fest geworden und ich kann den Ring lösen. Nachdem ich die Ganache aufgeschlagen habe wird die Torten damit ordentlich eingekleidet. Hiermit kann man noch schön ein paar Unregelmäßigkeiten ausgleichen. Auch von der Ganache habe ich ein bisschen übrig – aber sie eignet sich hervorragend als Brotaufstrich! =)

Tag 4 (Freitag): Jetzt kommt der knifflige Teil – die Torte wird mit Fondant überzogen. Fondant gibt es in verschiedenen Geschäften fertig zu kaufen oder ihr könnt ihn selber machen. Auch hierzu hat Monika ein Rezept. Ich selbst habe bisher immer gekauften Fondant benutzt. Zum Beziehen rolle ich den Fondant auf meiner Arbeitsplatte möglichst gleichmäßig rund aus. Natürlich muss das ganze groß genug sein, damit es die ganze Torte bedeckt. Beim ausrollen drehe ich vor allem am Anfang den Fondant regelmäßig um und damit er nicht klebt verwende ich Stärke. Ach ja – da ich bisher zu geizig war mit einen speziellen Ausroll-Stab zukaufen benutze ich einfach mein klassisches „Nudelholz“ aus Holz – funktioniert prima!

Wenn der Fondant also fertig ausgerollt ist, hebe ich ihn vorsichtig auf mein Nudelholz, so dass er quasi links und rechts von der Rolle runter hängt. So kann ich den Fondant zur Torte transportieren und dann vorsichtig über sie legen. Tut mir leid hier hatte ich leider keine Fotos gemacht um das besser zu beschreiben. Das wird dann bei der nächsten Torte nachgeholt! Mit einem Glätter und meinen Fingern wird er nun vorsichtig und möglichst gleichmäßig an die Torte gedrückt. Das gelingt mir nie perfekt – da unterscheidet sich halt der Profi vom Laien! Wenn alles an seinem Platz ist wird noch der Rest unten an der Kante vorsichtig abgeschnitten.

Die Blumen habe ich ebenfalls aus Fondant gemacht – erst ausgestochen, dann mit den Fingern die Blätter ein bisschen modelliert und anschließend direkt mit Wodka an den Kuchen geklebt. Hier musste ich aufpassen, dass die Blumen nicht zu trocken werden. Gerade wenn sie noch über die Kante gebogen werden sollten haben sie sonst Risse bekommen. Die untere Kante habe ich noch mit einem Streifen weißen Fondant verziert und – Tada! Fertig ist die Torte. =)

Tag 5 (Samstag und Hochzeitstag): Anschneiden und genießen!

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10 Antworten to “Hochzeitstag-Torte – die Entstehung”

  1. kielersproettchen 1. September 2011 um 12:05 #

    Traumhaft, Stefii

    Grüße

    Anna

  2. Kathrin 1. September 2011 um 12:25 #

    Da hätte ich jetzt gerne ein grooooooooooooooßes Stück. Die Torte ist Dir super gelungen.

    lg Kathrin

  3. klitzeklein 2. September 2011 um 12:18 #

    Boahh, die Füllung ist ja der absolute Hammer und überhaupt die Torte.
    Wunderschön!!

  4. yvonne 19. Oktober 2011 um 13:37 #

    Wie viel Fondant brauche ich denn ca. für eine Torte dieser Größe??

    • Steff 19. Oktober 2011 um 13:56 #

      Hallo Yvonne – schön, von dir zu lesen.
      Ich habe selbstgemachten Fondant aus 2 kg Puderzucker verwendet. Das nächste Mal würde ich aber mehr nehmen und den Fondant etwas dicker ausrollen. Ich hoffe dass dadurch das eindecken ein bisschen einfach wird und der Fondant nicht so viele Falten schlägt.
      Viele Grüße,
      Steffi

  5. PrinzessinN 10. Mai 2012 um 22:57 #

    Wow, die Torte sieht super aus. Echt professionell. Uiii da hätte ich gerne ein Stück probiert.

  6. Diana 26. Oktober 2012 um 08:43 #

    Hallo Yvonne, deine Torte sieht ja waaaahnsinnig toll aus!!! Welche Ausstecher hast du denn damals für die Blumen benutzt?

    • Steff 13. November 2012 um 14:46 #

      Hallo Diana!
      Eine Yvonne gibt es hier leider nicht, nur eine Steffi. 🙂
      Ausstecher findest du, wenn du bei Google nach Poesie Cutter suchst. Viel Erfolg!

  7. Magdalena 6. Mai 2013 um 11:25 #

    Hallo –
    ich plane gerade eine Hochzeitstorte für eine Freundin und bin begeistert, wie viel man lesen und lernen kann aber auch ein bisschen überfordert mit den ganzen Informationen…
    Du beschreibst das hier phantastisch und die Torte sieht wirklich toll aus!
    Ich hätte aber zwei Fragen:
    Ich mag lieber Füllungen mit Frischkäse, kann ich das auch einfach machen, oder wird die Füllung dann zu fest, was meinst du?
    Und nur für mein Verständnis – du gibst ja die Tage an, 5, – hält sich das alles wirklich so lange, und wird der Boden zwar nicht trocken, aber …’alt‘? Oder macht das nichts?
    Und last and least – eigentlich würde ich gerne eine zwei- oder gar dreistöckige Torte backen, aber die Taktik mit den Trinkhalmen gefällt mir nicht so gut (die Hochzeit ist draußen und ich weiß nicht ob so viel Platz ist, die oberen dann runter zu heben und Werkzeuge vorhanden sein können – aber die Torten einfach so aufeinander zu stapeln wird wohl nicht halten, oder? (wenn man unten eins ’stabilere‘ bäckt – zum Beispiel Zitronenkuchen mit Lemon Curd Füllung und nur oben mit Creme?)
    Kannst Du mir deine Meinung sagen? Ich bin schon am Probetorten produzieren aber ich kann ja nicht alles vorher schon durchbacken (das wird ja dann auch zu teuer…)
    Ich wäre total froh, wenn Du mir was dazu sagen könntest (und entschuldige, dass ich hier jetzt so viel geplappert habe)
    Magdalena*

Trackbacks/Pingbacks

  1. Geburtstagstorte, oder… « - 6. Oktober 2011

    […] und oben Eierlikörboden mit Himbeer-Joghurt Füllung, wie ich sie schon für die nachgebackene Hochzeitstorte gemacht habe. Am aufwendigste war die Mitte, da die Lagen alle einzeln gebacken wurden. Natürlich […]

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