Garden Fence Quilt-Along: Wir nähen jetzt die Blöcke!

12 Dez

Erstmal eine kurze Entschuldigung, weil es zur Zeit so ruhig hier ist. Leider wird das in den nächsten Wochen und Monaten auch so bleiben. Beruflich bin ich extrem eingespannt und stehen einige wichtige Termine an. Mehr erzähle ich euch wenn alles vorbei ist. Bis dahin komme ich leider nur sporadisch zum bloggen – ich hoffe ihr seht es mir nach. Nun aber zum Quilt-Along:

So viele Wochen und wir haben uns noch immer nicht an die Nähmaschine gesetzt! Das wird sich jetzt ändern – in der nächsten Zeit kommt ihr garnicht mehr von eurem Maschinchen fort. 🙂

Legen wird doch direkt mit dem ersten Block los. Nehmt euch einen eurer vorbereiteten Stapel und legt eure einzelnen Stücke schonmal so aus:

Hier kann man schon erahnen, wie der Block fertig aussehen wird! Als ersten Schritt nähen wir den ersten weißen Streifen an unser Quadrat in der Mitte. Dafür legen wir den Streifen auf eine Kante des Quadrats, möglichst genau! Ihr legt „rechts auf rechts“, das heißt die jeweiligen Oberseiten des Stoffs liegen aufeinander – rechts ist immer die „obere“ oder „schöne“ Seite des Stoffs.

Jetzt müsst ihr eure beiden Stofflagen zusammenpinnen, damit sie beim Nähen nicht verrutschen. Hier mal meine allgemeinen Erfahrungen zum feststecken: Bei meiner alten Maschine und meinem ersten Quilt habe ich besonders bei den ersten Schritten nicht gesteckt, sondern erst wenn es darum ging, größere Teile zusammen zu nähen. Dabei sind mir die Stofflagen beim Nähen oft verrutscht, besonders am Ende. Ich habe dann gemerkt, dass meine Blöcke teilweise wirklich arg schief geworden sind, weil sich die kleinen Ungenauigkeiten aufaddiert haben. Beim Plus-Quilt habe ich dann ALLES gesteckt und er ist sehr genau geworden! Mit der neuen Maschine bin ich wieder dazu übergegangen, die ersten Schritte (also wenn ich die ersten Stücke zusammen nähe) nicht stecke, sonders erst wenn es darum geht längere Reihen zusammen zu nähen. Und mit der neuen Maschine funktioniert das dank integriertem Oberfußtransport wunderbar! Mein Fazit ist also: Erstmal lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zu stecken. Und dann müsst ihr einfach selbst ausprobieren, was für euch funktioniert.Wenn ihr steckt: Dann setzt eure Nadeln ca. 5 cm auseinander – bei kleineren Teilen natürlich auch enger.

Jetzt geht´s ans Nähen! Legt euren gepinnten Stoff an – im Bild seht ihr, dass ich einen 1/4 Inch Fuß benutzt habe. Hier kann ich den Stoff einfach rechts an der Kante anlegen und daran entlang führen und ich nähe so eine genaue Naht. Falls ihr keinen solchen Fuß habt, könnt ihr auch entweder mit der in der in der Maschine integrierten Metallplatte arbeiten (hier sind meist verschiedene Abstände markiert) oder ihr könnt euch auch mit einem Streifen Washi oder einem anderen Tape entsprechend den Abstand markieren.

Wenn ihr schonmal andere Sachen genäht habt dann wisst ihr, dass man oft erstmal ein Stück zurück näht und dann erst vorwärts – das heißt „Vernähen“. Am Ende der Naht macht man das auch. So sichert ihr eure Naht, damit sie nicht mehr aufribbelt. Beim Quilten mache ich das nicht, das ist mir zu aufwendig. Bisher habe ich acch noch nicht gelesen, dass das irgendwelche Quilter machen. Bislang hatte ich auch noch keine Probleme mit sich auftrennenden Nähten – die „Enden“ verschwinden in den Nahtzugaben und so sind sie eigentlich ganz gut geschützt.

Nach dem ersten Streifen am Quadrat könnt ihr jetzt auf der anderen Seite den nächsten Streifen anbringen. Außerdem könnt ihr an den rosanen Streifen die kleinen weißen Streifen anbringen.

Ihr seht, auf euch kommen ganz schön viele kleine Nähte zu. Um Zeit und auch Garn zu sparen, könnt ihr einfach eine Kette machen – ihr fangt mit der ersten Naht an, an Ende zieht ihr euer Stück ein kleines bisschen nach hinten raus und legt direkt die nächsten Stoffstücke an. Am Schluss schneidet ihr einfach die Verbindungsfäden der Ketten durch und habt einen ganzen kleinen Stapel fertig.

So, jetzt geht´s rüber zum Bügeleisen. Ihr müsst eure Nahtzugaben auseinander bügeln. Hier spalten sich glaube ich die Meinungen – manche bügeln die Nähte auseinander, manche bügeln sie zu einer Seite rüber. Ich habe sie von Anfang an auseinander gebügelt und das funktioniert super für mich. So habe ich an Stoff“kreuzungen“ weniger Lagen übereinander und ich finde es einfacher, längere gepatchte Streifen aneinander auszurichten.

Um die Nahtzugabe auseinander zu bügeln, drückt ihr die bein „Flügel“ erst mit den Fingern auseinander. Dann könnt ihr einfach drüber bügeln.

Und so sieht das dann umgedreht aus!

Habt ihr also den ersten Schwung Stücke aneinander genäht, sieht euer Block so aus:

Schon nicht schlecht, oder? Jetzt sind die nächsten Streifen an das mittlere Quadrat an die Reihe und jeweils das zweite Stück an die äußeren Streifen. Hier könnt ihr auch wieder in einer Kette nähen.

Und jetzt könnt ihr noch schnell die anderen 2 weißen Streifen an das mittlere Quadrat nähen und dann ist das schon fertig.

Wenn ihr das gemacht habt, sieht euer Block schonmal so aus:

Jetzt könnt ihr eure ersten Außenstreifen annähen. Ab dieser Stelle würde ich euch definitiv empfehlen zu pinnen!

Und jetzt noch die letzten beiden Streifen:

So – hier stehen einige Teile ein bisschen raus, nicht? Das habe ich absichtlich so geplant, also wundert euch nicht! Ich habe euch für den Zuschnitt  teilweise ein paar Milimeter mehr angegeben an machen Stellen. So haben wir nun einen Block, der ein bisschen größer ist als das Muster verlangt. Gerade anfangs passiert es so schnell, dass man ein bisschen ungenau näht, daher haben wir so die Möglichkeit unseren Block nochmal zu begradigen.

Wir fangen dazu an einer Kante an und legen unser Lineal mit 6 cm Abstand zum inneren weißen Quadrat aus. Schneidet die erste Kante gerade zu. Nach dem ersten Schnitt drehen wir das Quadrat um 90 Grad, legen unser Lineal wieder 6 cm vom Innenquadrat an und außerdem an der Kante mit der bereits geschnittenen Seite an. Idealerweise sollte sich ein 90 Grad Winkel zur bereits begradigten Kante ergeben und gleichzeitig über die ganze Länge der zu schneidenden Kante 6 cm Abstand möglich sein. Bei mir war das nicht immer der Fall – da war´s also hier oder da doch ein bisschen schief. In dem Fall haben die 90 Grad auf jeden Fall Priorität!

Was außerdem noch wichtig ist: Alle eure Blöcke müssen zum Schluss die gleiche Größe haben. Wenn ihr also am Schluss merkt, ein paar eurer Blöcke sind größer als andere, dann müsst ihr sie nochmal alle zur gleichen Größe zuschneiden.

Tadaa! Ihr habt euren ersten Block fertig! Fühlt sich toll an oder? Dann los, gleich zum Nächsten! Insgesamt müsst ihr 30 Blöcke machen für den Großen Quilt und für die Baby-Quilt Version 16. Beim ersten Block dauert es noch etwas länger, aber mit ein bisschen Routine habe ich ca. 20-25 min für einen Block gebraucht. Wenn ihr also hier und da mal ein Stündchen übrig habt, könnt ihr Stück für Stück immer Paarweise eure Blöcke fertig stellen.

Und da Weihnachten vor der Tür steht und dieser Schritt natürlich ganz schön viel Zeit in Anspruch nimmt, werde ich erst in 4 Wochen den nächsten Schritt posten. Ihr habt also richtig viel Zeit. 🙂

Zum Schluss habe ich noch eine klitzekleine Bitte. Ich würde mich riesig freuen, wenn ich Fotos von euch sehen könnte! Gibt´s da draußen Mädels, die bis hierhin durchgehalten haben und mitmachen? Dann würde ich mich riesig über Fotos eurer Stoffauswahl, eurer ersten Blöcke und eurer Fortschritte freuen! Auch über Feedback – sind die Posts verständlich? Wünscht ihr euch noch irgendetwas dazu? Ich freue mich über jeden Kommentar!

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3 Antworten to “Garden Fence Quilt-Along: Wir nähen jetzt die Blöcke!”

  1. Christina 14. Dezember 2011 um 11:48 #

    Hi Steffi!

    Da hast du ja wieder einen tollen Beitrag geschrieben. Bis jetzt sind keine Fragen offen aber das kommt sicher, wenn ich mal anfangen kann.

    Ich bin noch dabei, aber leider ist meine 2. Stofflieferung wohl vom Zoll aufgehalten worden. Päkchen Nr. 1 hat ca. 2 Wochen gebraucht und auf das 2. warte ich nun schon bestimmt 5 Wochen. Hast du Erfahrungen wie lange sowas brauchen kann oder wie man raus finden kann, ob der Zoll drauf hockt?

    Ich schicke dir jedenfalls Bilder sobald alles da ist!

    Eine schöne Adventszeit wünscht dir
    Christina

    • Steff 14. Dezember 2011 um 11:59 #

      Das wird leider bestimmt der Zoll sein. Wenn Sendungen von mir beim Zoll landen, dann dauert das meist zwischen 6 und 8 Wochen. Ich hab aber auch schonmal 11 erlebt. 😦 Ich drück dir die Daumen, dass es bald ankommt!
      Dir auch noch eine schöne Weihnachtszeit!

  2. Christina 20. Dezember 2011 um 11:00 #

    Hi Steffi!

    hast du eigentlich ein extra kleines Bügeleisen zum Nähte auseinander bügeln? Ich habe gestern 2 der Platzsets genäht und auch die Nähte auseinander gebügelt und wenn ich das noch oft machen muss, werde ich mir sicher irgendwann die Finger bügeln (ganz á la Dobby 😉 ). Außerdem ist die Naht dann beim Nähen doch nicht immer so liegen geblieben und hat sich vorm Fuß dann wieder aufgerollt. Einfach doller bügeln oder hab ich vielleicht nen doofen Fuß?

    Der Countdown läuft 😉 Noch 4x schlafen! 😉

    LG Christina

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