Wonky Diamonds Quilt Along: Die Blöcke!

9 Aug

Und? Seid ihr fertig mit dem Zuschneiden? Liegt euer Papier bereit? Dann lasst uns loslegen!

Für jeden Block braucht ihr 1 Stück Papier, 1 roten Streifen, 2 blaue, 2 graue und 2 weiße Streifen.

Startet damit, eure Nähmaschine auf eine kleinere Stichlänge einzustellen, ich wähle hier immer die Einstellung 1,5. Das ist wichtig, da ihr das Papier so besser perforiert und zum einen später besser entfernen könnt, zum anderen bleibt euer Block beim Entfernen besser in Form.

Nun schnappt ihr euch euren roten Streifen und faltet ihn an beiden Enden einmal in der Mitte, so dass eine kleine Falte entsteht.

Nehmt einen Klebestift (es sollte ein wasserlöslicher sein!) und tragt in beiden Ecken des Papiers ein kleines bisschen davon auf. Ich hab‘ die Stelle mal mit einem Kreuz für euch markiert. Ein klitzekleines bisschen Kleber reicht schon.

Danach klebt ihr euren roten Streifen auf. Er soll möglichst mittig liegen, ihr könnt eure Falten im Stoffstreifen an den Ecken des Papiers ausrichten.

Nun schnappt ihr euch den ersten Streifen, der neben eurem roten Mittelstreifen platziert werden soll, bei mir ist dieser grau. Legt ihn mit der rechten Seite nach unten auf euren roten Streifen. Dabei werden die Kanten nicht genau aufeinander gelegt, sondern leicht schief – ihr seht wie ich es im Bild gemacht habe. Wie weit ihr den Streifen nach innen setzt, ist euch überlassen. Ich habe es nach Gefühl gemacht und bei jedem Block ein bisschen anders. So sind meine Blöcke alle unterschiedlich geworden und der ‚Wonky-Look‘ wird betont.

Übrigens: Keine Lust auf ‚Wonky‘ Diamonds? Dann legt eure Streifen einfach gerade an. So erhaltet ihr zum Schluss einen klassischen String Quilt!

Außerdem ist noch wichtig, dass ihr Folgendes beachtet:

Seht ihr, dass ich an den Enden des grauen Streifens Pfeile markiert habe? Diese Pfeile markieren den Start bzw. das Ende eurer Naht und befinden sich 1/4 inch bzw. 6 mm (also eure Saumzugabe) von der langen Kante entfernt. Damit eure Streifen auch nachher das komplette Quadrat abdecken, darf diese Stelle beim drauf legen nicht innerhalb des Quadrats liegen. Ich dürfte den grauen Streifen also  nicht noch deutlich weiter nach innen ziehen, weil dann wäre die markierte Stelle innerhalb des Papierquadrats. Ich hoffe das ist verständlich? Falls nicht, probiert es mal mit ein paar Stoffresten aus, nach dem Bügeln seht ihr dann, was ich meinem mit ‚das ganze Quadrat bedecken‘.

Legt euren kleinen Stapel bestehend aus Papier und den 2 Stoffstreifen unter eure Nadel in der Nähmaschine und näht nun die ganze lange Kante des grauen Streifens entlang mit einem 1/4 inch bzw. 6 mm Nahtzugabe.

So soll das dann nachher aussehen!

Macht das Gleiche nochmal auf der anderen Seite. Ich habe darauf geachtet, dass die Streifen immer in der gleichen Ecke des Quadrats nach innen versetzt werden.

Jetzt kommt ein Zwischenschritt, der optional ist. Die überstehenden Stoffstückchen des roten Streifens habe ich abgeschnitten, da man sie sonst ganz leicht durch den grauen Stoff durchschimmern sehen konnte. Ihr könnt euch eure Stoffe mal ansehen an diesem Punkt und entscheiden ob es euch stört oder nicht. Der nächste Schritt muss also nicht sein, mir war das Durchschimmern aber zu deutlich bei meiner Stoffkombi. Bei den regulären String-Quilts muss dieser Schritt nicht gemacht werden, ich habe es nur bei meinem Wonky-Diamonds Quilt hinzugefügt.

Wenn ihr euer Papierquadrat umdreht, seht ihr eure ersten zwei Nähte.

Faltet das erste durch die Naht gebildete Dreieck nach innen um.

Dreht euren Block wieder um, so dass eure Stoffstreifen ob liegen. Legt den grauen Streifen nach Innen um.

Nun legt ihr euer Lineal an der grauen Kante an und könnt das überstehende Stück roten Stoff mit eurem Rollschneider abschneiden.

Tadaa! Kein störender Rest mehr dran. Wiederholt diesen Schritt auf der anderen Seite.

Im Anschluss geht es Richtung Bügeleisen. Dreht euren angefangenen Block mit dem Stoff nach oben auf das Bügelbrett und legt eure Stoffstreifen nach außen um, so dass die rechte Seite von allen Stoffen nach oben zeigt. Drückt die äußeren Streifen schonmal mit den Händen an der Naht entlang nach außen und geht anschließend mit eurem Bügeleisen drüber, so dass eure Naht möglichst glatt und sauber wird. Achtung: Benutzt KEINEN DAMPF, denn sonst kann sich das Papier verziehen.

Und nun könnt ihr euch auch schon die nächsten Streifen schnappen und eure Arbeitsschritte wiederholen. Bei mir steht türkis als nächstes auf dem Programm!

So sollte euer gebügelter Block aussehen, nachdem Streifen 4 und 5 angenäht wurden.

Und so sieht er aus, wenn alle Streifen festgenäht sind!

Und jetzt kommt mein Lieblingsschritt, denn gleich könnt ihr euren Block in ganzer Pracht bewundern. Dreht euren Block, um so dass das Papier nach oben zeigt.

Legt euer Lineal an der ersten Seite an und schneidet den überstehenden Stoff mittels Rollschneider ab. Wiederholt dies für alle 4 Seiten.

Dreht euren Block um und Voila! Fertig ist der erste Block eures Wonky Diamond Quilts!

Ich lagere meine Blöcke immer erstmal mit dem Papier, da sie so nicht so empfindlich sind was das Handling angeht. Sobald das Papier ab ist, verziehen sie sich schnell wenn man sie unvorsichtig hin und her bewegt. Erst wenn alle Blöcke fertig sind und ich sie zusammen setze, entferne ich das Papier. Dazu fangt ihr außen an, knickt das Papier einmal entlang der Naht um und zieht dann vorsichtig den Papierstreifen ab. Am besten zieht ihr das Papier nicht nach oben sondern zur Seite weg (so wie bei Compeed Pflastern – kennt ihr die?), so werden eure Nähe noch etwas mehr geschont.

Noch ein kleiner Hinweis: Das Nähen mit Papier strapaziert eure Maschinennähnadel sehr, sie wird schnell stumpf. Für das nächste Projekt unbedingt eine neue Nadel verwenden!

So, und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß! Falls ihr Fragen habt, gilt wie immer: Meldet euch einfach!

2 Antworten to “Wonky Diamonds Quilt Along: Die Blöcke!”

  1. Nele 29. August 2013 um 14:20 #

    Das Nähen der Blöcke hat sehr gut geklappt – du hast wieder einmal eine tolle Anleitung geschrieben!

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